Vernetzt, aber nicht verbunden: warum Unternehmen Communities brauchen | Dorothee Ebert

Shownotes

`

Wir sind heute so vernetzt wie vielleicht noch nie. Und gleichzeitig fühlen sich viele Menschen so wenig verbunden wie selten zuvor. In Unternehmen sprechen wir über Wachstum, Effizienz, Engagement und Loyalität. Der eigentliche Wert entsteht oft woanders: zwischen Menschen.

Gemeinsam mit Dorothee Ebert spreche ich darüber, warum Zugehörigkeit ein menschliches Grundbedürfnis ist und warum Unternehmen sie so lange unterschätzt haben. Dorothee ist Autorin, Strategin und Speakerin. Fast 20 Jahre lang hat sie Unternehmen in Marketing, Vertrieb, Customer Experience und Transformation begleitet, zuletzt als Partnerin einer großen Unternehmensberatung. Ihr Buch „Gemeinsam sind wir MEHRWERT! Wie wir die Chancen der Community Economy nutzen können“ erscheint am 22. Oktober 2026 im Murmann Verlag.

Wir sprechen über den Unterschied zwischen alleine und einsam, über Loyalität, die sich nicht kaufen lässt, und über Community Experience: nicht nur die Beziehung zwischen Unternehmen und Mitarbeitenden gestalten, sondern die Beziehungen der Mitarbeitenden untereinander. Und wir klären, warum HR eine Community nicht bauen kann, aber den Rahmen dafür schafft, und welchen wirtschaftlichen Wert das hat.

Zentrale Botschaft: „Verbindung baut sich auf, indem ich Menschen vertraue. Und egal, wer dir was erzählt, Vertrauen braucht Zeit.“

Kernaussagen:
1. Loyalität lässt sich nicht kaufen. Punkte, Boni und mehr Gehalt erzeugen eine Vernunftentscheidung. Echte Loyalität entsteht, wenn Menschen spüren: Ich gehöre zu dieser Gruppe, meine Perspektive zählt.
2. Alleine ist nicht einsam. Wer in einem Team arbeitet und dort keine Ebene findet, ist vernetzt und trotzdem einsam. Dagegen helfen kleine Communities mit einem gemeinsamen Interesse, quer zu Standort, Abteilung und Hierarchie.
3. HR baut keine Community, HR schafft den Rahmen. Wie eine gute Gastgeberin: die passenden Menschen einladen, Neue vorstellen, ein erstes Thema setzen und dann vertrauen. Mit einem klaren Ziel dahinter, zum Beispiel Innovation, weniger Silos oder weniger Fluktuation.

Links zu Dorothee Ebert:
LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/dorothee-ebert/
Website: https://www.dorothee-ebert.com/
Buch „Gemeinsam sind wir MEHRWERT!“: murmann-verlag.de
Newsletter „Zwischen Wirtschaft & Wunder“: https://dorotheeebert.substack.com/

Links zu Ja klaHR:
Linked In: https://www.linkedin.com/in/berndt-stefan/
Website: https://jaklahr.de/
Linktree: https://linktr.ee/jaklahr
Termin, Lass mal schnacken: https://calendly.com/stefan-jaklahr/30min

Weitere Links und Empfehlungen:
HRespect, Love HR, Hate racism: https://www.hrespect.de/
MEONDI: https://www.meondi.com/karriere
Northwind: https://northwind.de/
Ausbildung.de, Finde deine Ausbildung oder dein duales Studium: https://www.ausbildung.de/
HWG LU: https://www.hwg-lu.de/
ubiMaster: https://www.ubimaster.com/de/
Audrey Greniet, Mom Goes Business, Erschaffe dein Universum: https://audreygreniet.my.canva.site/momgoesbusiness-erschaffedeinuniversum

Kapitel:
00:00 Community und Zugehörigkeit: worum es in dieser Folge geht
00:51 Intro mit Dorothee Ebert, Autorin von „Gemeinsam sind wir MEHRWERT!“
02:27 Vernetzt, aber nicht verbunden: haben Unternehmen Zugehörigkeit unterschätzt?
05:08 Loyalität und Belonging: warum Bonusprogramme keine Bindung kaufen
08:43 Gemeinschaft als Grundbedürfnis: Sicherheit, Anerkennung, Kompetenz, Sinn
11:51 Einsam oder alleine: der Unterschied für Teams und Organisationen
14:47 Community Experience: Beziehungen unter Mitarbeitenden gestalten
16:47 Community oder Unternehmenskultur: warum small is beautiful gilt
20:15 Gemeinsame Interessen: Communities quer zu Abteilung und Hierarchie
22:21 Rahmen statt Bauplan: HR als Gastgeberin für Communities
24:28 Macht abgeben: warum die Unternehmensspitze vertrauen muss
25:54 Wirtschaftlicher Wert: warum Community-Mitglieder so loyal sind
27:31 Strategisches Ziel: wie HR die Geschäftsführung für Communities gewinnt
28:24 Hackathon oder Community: warum Vertrauen Zeit braucht
30:07 Fazit: was HR von der Customer Experience lernt

Dein Call to Action!
Hinterlasse eine Bewertung auf Spotify oder Apple Podcasts

`

Transkript anzeigen

00:00:00: dieser große Purpose-Gedanke, den kann ich mir alleine nicht beantworten.

00:00:03: Den kann ich nur beantwortet indem ich Teil von irgendwas größerem bin und wenn die Menschen untereinander sich gut verstehen dann funktionieren Teams auch tatsächlich.

00:00:12: also ich glaube es wäre grundsätzlich schön wenn ich als mitarbeitende Person das Gefühl habe ich teile die Werte meines Unternehmens?

00:00:20: Gebe ich da als Unternehmsspitze nicht wahnsinnig viel Macht wenn ich dann solche Communities, solche Räume entstehen lasse.

00:00:30: Also wenn ich die Bedingungen dafür schaffe?

00:00:32: Absolut!

00:00:33: Ich muss und sollte darauf vertrauen dass aus diesen Communities was rauskommt.

00:00:38: Wenn die einzige Community eines Unternehmens ist ihr seid doch alle Mitarbeitende von X Dann ist das zu groß.

00:00:51: Hallo Und herzlich willkommen zum Podcast.

00:00:53: Ja klar Mein Name ist Stefan Berndt und ich bin nicht nur Experte für Personalmanagement und Führung Sondern auch der HR-Architekt.

00:01:02: Wir sprechen in Unternehmen sehr viel über Wachstum, Effizienz, Kundenbindung, Engagement oder Loyalität – aber vielleicht liegt der eigentliche Wert längst ganz woanders?

00:01:14: Nämlich in dem was zwischen Menschen entsteht!

00:01:16: In Verbindung und Zugehörigkeit in Vertrauen.

00:01:20: Mein heutiger Gast beschäftigt sich genau mit dieser Perspektive.

00:01:24: Dorothee Ebert ist Autorin, Strategin, Speakerin und professionelle Perspektivwechselerin.

00:01:30: Fast zwanzig Jahre lang hat sie ein Unternehmen im Marketing-Vertrieb Customer Experience und Transformation begleitet zuletzt als Partnerin einer großen Unternehmensberatung.

00:01:40: Heute schreibt sie Bücher und Essays, hält Keynotes und entwickelt Workshops und Denkformate.

00:01:45: In ihrer Arbeit verbindet sie strategische Klarheit und wirtschaftliche Fragen mit der Frage, was Menschen wirklich miteinander verbindet.

00:01:55: In ihrem Buch Gemeinsam sind wir mehr wert beschäftigt sie sich mit der Community Economy und mit der Idee dass Unternehmen nicht nur Produkte Services oder Arbeitsplätze schaffen sondern auch Räume für Zugehörigkeit Austausch echte Beziehung.

00:02:10: Und genau darüber möchte ich heute mit ihr sprechen, was entsteht wenn Unternehmen aufhören Menschen nur als Kunden, Mitarbeiter oder Zielgruppen zu betrachten und anfangen, echte Verbindungen zu ermöglichen?

00:02:24: Liebe Dorothee herzlich willkommen im Ja-Klar-Podcast!

00:02:27: Dorothey wir sind heute so vernetzt wie vielleicht noch nie und gleichzeitig fühlen sich viele Menschen so wenig verbunden.

00:02:35: wie selten zuvor Haben Unternehmen grundsätzlich das Thema Zugehörigkeit viel zu lange unterschätzt?

00:02:44: Ich würde sogar noch ein bisschen weitergehen und sagen, wir haben das als Gesellschaft total unterschetzt.

00:02:50: Wir haben... Im Grunde haben wir doch die ganzen letzten Jahrzehnte für Freiheit, für Unabhängigkeit, für Autonomie gekämpft und jetzt nicht falsch verstehe ich glaube der Kampf war genau richtig und wir mussten und durften den führen.

00:03:04: Das führt aber jetzt ein Stück weit dazu, dass ja alles verhandelbar ist.

00:03:09: Also ich kann mir zum Glück mich immer wieder entscheiden für welchen Arbeitgeber ich arbeite oder ob ich selbstständig sein möchte.

00:03:19: Ich bin in keine Religionsgemeinschaft mehr reingeboren im klassischen Sinne.

00:03:25: Ich kann entscheiden, ob ich in eine Religions Gemeinschaft gehen möchte und wenn ja in welche?

00:03:29: das kann auch ne ganz andere sein als die, die meine Eltern beispielsweise hatten.

00:03:33: Ich finde, selbst Familie ist verhandelbar geworden.

00:03:36: Ab einem gewissen Zeitpunkt bin ich nicht mehr abhängig.

00:03:38: Dann löse ich mich wenn ich das Gefühl habe... Ich kann mein Geschlecht mehrfach im Leben ändern, wenn mir das wichtig ist und ich will es jetzt gar nicht karriere.

00:03:47: Ich glaube dass das wirklich ein wichtiger, wichtiges Gut ist was wir uns da erarbeitet haben.

00:03:53: aber gleichzeitig haben wir so viel für unsere Freiheit und Individualität gekämpft, dass wir ein Stück weit dieses Gemeinschaftsding verloren haben.

00:04:02: Und jetzt kommt so ein bisschen der Preis, den wir dafür zahlen, das wir uns eben nicht mehr so richtig zugehörig führen.

00:04:09: Wir definieren uns schon lange nicht mehr als Siemens.

00:04:13: Jana oder ich bin seit forty-fünf Jahren in diesem Unternehmen definieren uns nicht mehr über die Religion, die unsere, weil sie nicht vorfahren schon zig Jahre hatten.

00:04:24: Wir definieren es nicht mehr einen Ort an dem wir wohnen, weil wir ja ständig umziehen können und gleichzeitig – das ist ja glaube ich das Spannende an der Diskussion – wir brauchen das!

00:04:34: Das ist ein zutiefst menschliches Grundbedürfnis, dass ich will irgendwie Teil von einer Gruppe sein.

00:04:40: Ich will irgendwo dazugehören.

00:04:44: Das ist glaube ich ein Stück weit abhandengekommen.

00:04:46: Nicht nur in Unternehmen, sondern nicht glaubt uns allen!

00:04:50: Ich finde zu Beginn der Episode diesen gesamtgesellschaftlichen Diskurs aufzumachen auch in aufgeladenen insgesamt Zeiten bei uns im Lande.

00:04:57: zwanzig sechsundzwanzig ohne jetzt da tiefer ins Detail gehen zu wollen aber... genau das auch fehlt, bei aller Wertschätzung für Individualität.

00:05:07: Das unterstreiche ich auch jetzt kommst du ja gar nicht so sehr aus dem HR wie ich und wir sind eigentlich hier in einem HR Podcast.

00:05:13: Du kommst aus Marketing, Customer Experience, du bist Beraterin.

00:05:18: Ihr habt wahrscheinlich Customer Journeys optimiert, Daten ausgewertet, Loyalität mit gewissen KPIs gemessen und trotzdem und das beobachte ich mehr und mehr, ich bin gespannt auf deine Perspektive Bleiben Menschen nicht unbedingt loyal.

00:05:34: Können wir Loyalität mit dem Thema Zugehörigkeit, im Englischen ist das Belonging kommt in diesem Podcast häufiger vor?

00:05:41: Können wie das in irgendeiner Form gleichsetzen?

00:05:44: Ja also ich habe sehr viel Händler beraten.

00:05:49: Also kennen wir alle da draußen Lebensmittelhändler Baumärkte und so weiter.

00:05:53: Wir alle sind ja irgendwo Kundinnen und Kunde Und da gibt es ja viele Bonusprogramme, Loyalitätsprogramme und die haben... Die sind alle mal gleich gestartet mit so einem Ansatz ich sag mal du gib dir Punkte für deine Loyalität.

00:06:08: Das funktioniert zu einem gewissen Punkt weil wir natürlich alle sagen Ich bin ja nicht blöd.

00:06:13: also wenn der eine mir ein kleines Gudi gibt und der andere nicht dann nehme ich das logischerweise mit.

00:06:19: Es zeigt sich aber auch, dass man Loyalität nicht kaufen kann.

00:06:22: Also ich kann nicht sagen du bist jetzt ein loyaler Kunde bitte komm jetzt immer wieder zu mir und ich glaube das lässt sich sehr schön übertragen dieses Loyalitätsthema.

00:06:34: Das kann ich ein Stück weit incentivieren.

00:06:36: Das ist aber in meinen Augen keine echte Loyalität sondern es ist im Grunde irgendwie eine Vernunftentscheidung.

00:06:41: Loyalitet ist ja was hochemotionales was viel tiefer setzt Und du hast das Wort Belonging angesprochen, genau darum geht's.

00:06:48: Also in dem Moment wo ich Teil von der Gruppe bin und es kann jetzt ein Team in einem Unternehmen sein, dass kann das Unternehmen selber sein, das kann aber auch eine Gemeinschaft sein als Kunde beispielsweise.

00:07:01: Aber wenn ich wirklich das Gefühl habe Ich gehöre hier dazu Es geht auch um mich Meine Perspektive ist auch wichtig Dann habe ich ja per se schon eine ganz andere Loyalität zu dieser Gruppe.

00:07:13: Zunächst mal, ne?

00:07:13: Ich hab nicht zwingend eine Loyalité zu einem großen Unternehmenskonstrukt sondern so der Gruppe von Menschen und wenn ich mich da engagieren kann, partizipieren kann

00:07:24: dann

00:07:25: ähm... ich sag mal so umgekehrt formuliert ist es mir total unangenehm aus dieser Grupe wieder rauszugehen und das schafft eine Verbundenheit,

00:07:32: ne?!

00:07:33: Und insofern glaube ich schon, dass dieses Belonging-Thema, dieses gibt Menschen irgendwie einen Grund zu einer Gruppe dazu gehören oder auch dazu zu gehören.

00:07:43: Dass das eine total unterschätzte Qualität ist auf die wir noch gar nicht genug spielen!

00:07:50: Und ich glaube, da haben wir auch noch keine wirkliche konkrete Antwort darauf.

00:07:54: Weil du gerade auch gesagt hast und das ist ja im Bereich HR wenn du sagst incentivieren sind wir ganz eng und schnell beim Thema Kompensation also compensation and Benefits und wir wissen mittlerweile auch Ich habe die Studien natürlich nie parat, die wir jetzt zitieren können.

00:08:10: Aber wir wissen aus ganz vielen statistischen Erhebungen auch dass solche Inzentivierungen natürlich nur ein kurzes Glücksgefühl sind.

00:08:17: wenn ich auf meinen Kontoauszug schaue egal ob digital oder hab' ich mir die Dinger noch Ausdrucker und dann schau ich da drauf und sehe oh, fünfhundert Euro netto mehr im Monat aber das erzeugt ja in dem Moment nur ein kurzes Glücks Gefühl.

00:08:31: Oh, ich fühle mich jetzt zur Gemeinschaft dazugehörig.

00:08:34: Also wir adressieren damit ja glaube ich eher äußere Schichten und ich will so ein bisschen auf den menschlichen Kern hinaus.

00:08:43: Warum?

00:08:43: Ich weiß die Frage kann man nicht mit drei Sätzen beantworten aber warum brauchen wir überhaupt Gemeinschafe?

00:08:49: Warum ist das überhaupt so wichtig?

00:08:53: Also grundsätzlich geht es natürlich sehr weit auch zurück wenn du dir das anschaust dann Gemeinschaftsgefühl tatsächlich etwas, was wir ... ja.

00:09:08: früher sozusagen, als wir noch durch die Steppe gezogen sind.

00:09:11: Da kam das sehr stark aus einem Sicherheitsbedürfnis tatsächlich.

00:09:14: Alleine war er schlecht unterwegs und insofern hat die Gruppe eigentlich mir immer dieses Sicherheitsgefühl auch vermittelt und hat mir gezeigt okay in der Gruppe bin ich sicher so.

00:09:27: jetzt sind wir heute zum Glück nicht mehr den berühmten Sebelzahntiger irgendwie ausgeliefert und sind auch sonst relativ sicher zumindest physisch.

00:09:36: psychologisch mag das nochmal ein bisschen anders aussehen und gleichzeitig hat aber diese Gruppe eben ganz viele Vorteile.

00:09:42: Also das eine ist das Sicherheit, das andere ist dass wir alle einen Bedürfnis haben nach Anerkennung.

00:09:47: Wir wollen gesehen werden.

00:09:50: Das kann mir so ne Gruppe natürlich auch total toll vermitteln.

00:09:53: Wir haben auch in Bedürfenes nach Kompetenz.

00:09:57: also wir wollen auch irgendwie zeigen, dass wir was auf dem Kasten haben und dass wir etwas können.

00:10:00: Auch sowas kann ich nicht mit mir selber machen!

00:10:02: Ich kann mir selber kein Zugehörigkeits... Gebürschnis geben.

00:10:06: Ich kann mir auch nicht selber Kompetenz zusprechen, indem ich im Spiegel mir ständig erzähle wie toll ich bin!

00:10:11: Ich kriege das nur in der Rückbestätigung durch andere und im besten Fall komme ich auch an den Punkt dass mein Leben irgendwie einen Sinn hat.

00:10:20: Und dieser große Purposegedanke, auch der den kann ich mir alleine nicht beantworten.

00:10:25: Den kann ich nur beantwortet indem ich Teil von irgendwas größerem bin und deshalb glaube ich ist dieses Gruppe Gemeinschaft Community wie auch immer man das nennen möchte so ein ganz spannender Punkt weil er immer wieder auf die menschlichen Grundbedürfnisse zurückkommt und mir ganz viel gibt von dem was ich unterbewusst brauche aber wo ich vielleicht gar nicht weiß dass ich danach fragen müsste.

00:10:47: Das wäre natürlich jetzt super einfach wenn wir sagen könnten stell dich von spiegel lieber steffern und erzähle die kiste einfach hundertmal am tag selber dass du so kompetent bist das du das und das so gut kannst.

00:10:58: also es gibt der genügend motivations coaches da draußen die das im grund genommen im Kern auch genau ihren Coaches oder Mantis durchaus auch sagen.

00:11:10: Das führt aber glaube ich niemals dazu, dass wir wirklich irgendwo dann dazugehören weil da sind wir ja gerade noch so ein bisschen drin in diesem Zugerörigkeitsthema

00:11:21: Und ich glaube, beides hat eine Daseinsberechtigung.

00:11:23: Das eine ist dass ich mit meinen eigenen vielleicht sehr falschen Glaubenssätzen ein Stück weit aufräume und erstmal mir selber zuspreche das ich eine gewisse Kompetenz habe und desto häufiger ich mir des Morgens vom Spiegel erzähle, desto eher glaub' ich da auch dran?

00:11:38: Ja!

00:11:39: Und gleichzeitig brauche ich aber irgendwann im Leben auch mal jemanden der mir das bestätigt Und es geht ja nicht immer nur um die große, wie soll ich sagen?

00:11:48: Die großen Weltherrschaftsszenarien und so weiter.

00:11:51: Wir wollen einfach nur nicht alleine sein oder einsam ist glaube ich das bessere Wort.

00:11:57: Alleiner heißt im Grunde dass ich nicht unter Menschen bin.

00:12:01: Einsam heißt dass sich unter Menschen kann ich sehr einsam sein.

00:12:04: Ich kann ja Teil einer Gruppe sein und mich trotzdem nicht zugehörig fühlen.

00:12:12: Aber irgendwie finde ich da keine Ebene.

00:12:14: Das heißt, ich bin durchaus sozusagen vernetzt.

00:12:17: Ich bin in der Gruppe von Menschen und fühle mich trotzdem einsam.

00:12:20: Und ich glaube gegen dieses Einsamkeitsgefühl was glaube ich jeder von uns in irgendeinem Kontext mal gespürt hat hilft eben genau dieses wer ist denn eigentlich meine Community?

00:12:30: Wer ist denn die Gruppe vom Menschen, die genauso toll oder bekloppt sind wie ich und zu denen ich mich zugehörig fühle?

00:12:39: Da sprichst du was ziemlich wahres an, was glaube ich insbesondere in Organisation und das war ja auch der Einstieg in unsere heutige Episode Dorothe.

00:12:47: Wirklich komplett unterschätzen also dieses wirklich... Alleine auch mal eine Aufgabe durchzurocken, gerade so in der Diskussion Homeoffice.

00:12:57: Ja nein das kann wahnsinnig produktiv sein irgendwas alleine zu machen oder auch mal alleine zu sein.

00:13:03: ich weiß es auch sehr zu schätzen.

00:13:05: Ich bin jemand der geht allein ins Fußballstadion.

00:13:07: Wir haben gerade kurz im Vorgespräch festgestellt dass du sogar nicht Fußball und ich so extrem Fußball bin Und für mich ist das ein Rückzugsort.

00:13:18: Ich will jetzt nicht Heimathaf nennen weil das meine Familie egal an welchem Ort auf dieser Welt.

00:13:22: Aber mal alleine ins Fußballstadion gehen, das gibt mir richtig Energie.

00:13:27: und dann sagen die Leute auch bis zu bekloppt da bist du doch komplett alleine nicht mit deinen Kumpels und so ja aber allein sein hat was Fantastisches, ja?

00:13:36: Aber dieses Einsamsein das kann in einer großen Gruppe sein und da bin ich wieder bei Arbeitgebern die ihre Mitarbeitenden nicht tatsächlich dazugehörig machen.

00:13:47: Ich weiß gar nicht ob es das Wort im Duden gibt aber ich glaube du verstehst was ich meine.

00:13:50: wenn die es nicht schaffen und die Leute einsam sind wie sollen sie denn dann produktiv sein werden die wirklich so überhaupt nicht ins Team überhaupt nicht in den Kopf Kontext überhaupt nicht in die Rolle passen, das merkt man relativ zügig glaube ich.

00:14:05: In der Beobachtung von außen, in der Fremdwahrnehmung dann ergibt es überhaupt gar keinen Sinn und das ist glaube ich auch für den Podcast wichtig oder auch für das Thema Zugehörigkeit generell zu verstehen egal ob in einer Organisation oder gesamtgesellschaftlich dass es ein diametraler Unterschied ist, ob ich einsam bin oder ob ich alleine bin?

00:14:27: Absolut!

00:14:28: Ich versuche mal eine Analogie.

00:14:29: Im Buch spreche ich viel von Customer Experience.

00:14:47: Also das heißt, ich bin Kunde oder Kundinnen und die Unternehmen versuchen.

00:14:51: Die Reise, die ich mit dem Unternehmen sozusagen gestreite also von... Ich überlege mir was ich einkaufe bis hin zu?

00:14:59: Ich habe etwas eingekauft und gucke dann wie ich es nutze und so diese Reise ist so gut wie möglich zugestalten.

00:15:04: Und dann hast du ganz viele Touchpoints wie man das nennt.

00:15:07: So und ich glaube dass wir das im Unternehmen auch haben Es gibt ja auch eine Employee Experience also sozusagen die Reise des Mitarbeitenden durch ein Unternehmen hindurch Und auch da hast du ganz viele Touchpoints.

00:15:19: Ich habe einen Onboarding, ich hab irgendwelche Schulungen, ich habe eine Weihnachtsfeier oder vielleicht irgendwann ein Offboarding.

00:15:24: Ich hab Beförderung und ich hab ganz viele unterschiedliche Momente die aus Unternehmensperspektive gemanagt werden sodass sie dann hoffentlich bestmöglich für die Mitarbeitenden funktionieren.

00:15:35: Was jetzt Community Experience tatsächlich aussagt ist dass nicht die einzelnen Touchpoints zwischen Unternehmen und Kunden managen sondern die Beziehung zwischen den Kundinnen selbst.

00:15:48: Also, dass ich gucke wie kommen denn zum Beispiel mehrere Kunden, die ein gleiches Bedürfnis haben, gleiche Werte teilen miteinander in Kontakt?

00:15:57: Wie treffen sie sich?

00:15:58: Wie verbinden diese sich?

00:15:59: und Ich glaube das ist im Unternehmen könnte auch ein ganz spannender Ansatz sein man darüber nachzudenken nicht nur zu gucken wie kann ich die Beziehen zwischen Unternehmen und Mitarbeitenden managen eins zu eins sondern wie kann die Beziehung zwischen den Mitarbeitenden managen.

00:16:14: Und wie kann ich denn da eigentlich reingehen, so mehr als eine Gastgeberrolle?

00:16:19: In der Community spricht man ganz viel von Gastgebern um wirklich zu sagen das ist eigentlich genauso wichtig, ein bisschen dieser Kit.

00:16:26: also wenn die Menschen untereinander sich gut verstehen dann funktionieren Teams auch tatsächlich und das ist glaube ich ganz spannend diesen Gedanken dieses many to many Also wirklich viele zu viel also für viele Mitarbeiter zu viele Mitarbeitende miteinander zu verbinden und zu managen.

00:16:42: Und nicht nur Unternehmen, also so Sender Empfängerprinzip.

00:16:47: Lass uns das noch mal ein bisschen Scherfen Dorothea weil du das in deinem Buch auch ansprichst.

00:16:51: aber brauchen Unternehmen wirklich noch eine weitere Community oder reden wir am Ende einfach von einer coolen oder guten Unternehmenskultur?

00:17:02: Also Community ist, glaube ich ein sehr weiter Begriff.

00:17:06: Es sind sehr großes Wort wo jeder so ist.

00:17:08: für mich es ist ein bisschen eine Projektionsfläche.

00:17:11: auf das Wort Community kann eigentlich jeder irgendwie sein Ding reinprojektieren.

00:17:17: Ich glaube es ist wichtig dem großen abstrakten Begriff Unternehmenskultur nochmal was Kleineres, ein bisschen handfesteres entgegenzusetzen und da glaube ich kann Community tatsächlich sehr hilfreich sein.

00:17:30: Weil es wirklich darum geht eine bestimmte Gruppe von Menschen zusammenzubringen und dass sie sich untereinander vernetzen, untereinverbunden sind.

00:17:38: Und ich glaube wenn die einzige Community eines Unternehmens ist ihr seid doch alle Mitarbeitende von X dann ist das zu groß.

00:17:46: also ne Community hat immer Gemeinsam wert, gemeinsame Interessen und im Community Management spricht man auch ganz viel davon.

00:17:55: das small is beautiful.

00:17:58: Also das kleine ist wieder hat wieder Wert weil wann funktioniert eine Gemeinschaft?

00:18:03: Das können wir ja alle für uns selber überprüfen wenn die Gruppe klein genug ist als dass ich den Menschen noch kenne.

00:18:10: Ich muss nicht jeden Einzelnen mit jeder Familiengeschichte und dem kompletten Civic kennen Aber ich muss das Gefühl haben, ich bin hier noch ein Teil von etwas.

00:18:19: Ich bin relevant und es funktioniert halt ab einer bestimmten Größe nicht mehr so gut.

00:18:23: Und deshalb glaube ich gibt es eben in Unternehmen viele Mikro-Communities also vielleicht Mitarbeiter an einem bestimmten Standort oder auf einen bestimmten Level oder eben auch mal übergreifend gar nicht Hierarchie, gar nicht Standort sondern eher die Einbestimmtes Interesse teilen und sich über dieses Interesse miteinander verbinden.

00:18:44: Aber habe ich nicht in der Organisation bei Mitarbeitenden, um das nochmal ein bisschen zu kitzeln?

00:18:50: Ich müsste doch eigentlich dann wenn ich beim Thema Unternehmenskultur bin.

00:18:54: Habe ich ja eigentlich das Interesse die Firma erfolgreich zu machen oder reicht es nicht aus?

00:19:00: Davon würde ich jetzt mal ausgehen!

00:19:03: Ja, ich gehe da auch normalerweise davon aus.

00:19:05: Es gibt glaube ich genügend Mitarbeitenden in Konzernen die das anders sehen, sondern die einfach wirklich am Dienst nach Vorschrift machen oder Nein to Five denken und sowas.

00:19:13: Aber vielleicht da nochmal so ein bisschen den Begriff der Community gegenüber der Unternehmenskultur zu schärfen weil du gerade meintest eine Community ist etwas kleineres, small is beautiful.

00:19:25: aber müssen wir nicht genau diesen Gedanken dann auch durchaus größer denken, um dann auch wieder insgesamt als Organisation zu diesem Thema Zugehörigkeit zu kommen.

00:19:36: Weil das sollte ja am Ende des Tages vielleicht so der, vielleicht so ein Nucleus sein... Vielleicht bin ich aber auch falsch aufgestellt gerade!

00:19:43: Also ich glaube es wäre grundsätzlich schön wenn ich als mitarbeitende Person das Gefühl habe ich teile die Werte meines Unternehmens.

00:19:51: Ich glaube, dass ist extrem hilfreich für Produktivität und grundsätzlich für alles ja?

00:19:57: Das hat glaube ich einen sehr positiven Effekt wenn du das hast!

00:20:01: Das ist aber hinreichend abstrakt würde ich sagen und es ist ja auch eher ein unterschwelliges Gefühl und das diskutierst du jetzt nicht jeden Tag neu welche Werte du hast und so sollte auch ehrlich gesagt nicht verhandelbar sein.

00:20:14: Aber was durchaus sein kann, ist dass du ja bestimmte Interessen hast.

00:20:18: Also ich will jetzt... KI müsste man ein bisschen runterbrechen, ne?

00:20:21: Aber wenn man da sich mal ein ganz spezielles Feld sagt und sagt hey!

00:20:24: Ich habe irgendwie total Bock mit Claude Code hier Dinge auszuprobieren.

00:20:30: Und dann finde ich vielleicht noch fünfundzwanzig Menschen in dem Unternehmen denen das jetzt gerade genauso geht und die damals was ausprobieren wollen die zusammenzubringen, völlig egal ob sie jetzt in der Forschung und Entwicklung arbeiten im Marketing oder in der Buchhaltung.

00:20:44: Völlig egal ob die fünfundzwanzig Jahre dabei sind oder vier Wochen auch egal wo die wohnen und wie alt die sind.

00:20:49: Die haben ein gemeinsames Interesse und daraus glaube ich formt sich eine Community, daraus formt es sich ne Verbindung.

00:20:56: weil es mir in diesem Moment wichtig ist.

00:20:58: Ich glaub das ist nochmal ganz wichtig bei Communities.

00:21:01: Ich habe anfangs gesagt wir haben sehr viel Freiheit uns erkämpft und sehr viel Individualität.

00:21:08: Das heißt, wir achten jetzt auch sehr genau da drauf wo wir unsere Zeit rein investieren.

00:21:13: Also wenn ich heute in eine Community reingehe dann mache ich das meistens sehr bewusst und ich weiß Ich muss da mein wertvollstes Gut nämlich meine Zeit reingeben.

00:21:25: Und deshalb gehe ich eigentlich nur noch in Communities die für mich irgendwie relevant sind und Spaß machen.

00:21:30: Und ich gehe eben nicht mehr jeden Sonntag in den Gottesdienst, weil man das halt so macht.

00:21:35: Oder ich geh'n nicht mehr jeden Mittwochabend ins Handballtraining, weil Mann das halt somacht bei mir im Ort.

00:21:41: Sondern ich geh vielleicht sonntags zum Adidas Runners Club!

00:21:46: Weil das ist... Das ist wo ich die Leute treffe, die für mich irgendwie genau so ticken und genau das machen was für mich gerade wichtig ist.

00:21:55: auch nochmal mehr nachzuhören bei meinen Mitarbeitenden.

00:21:59: Was ist denn für die in diesem Moment gerade spannend?

00:22:02: Wo sind denn da tatsächlich auch Punkte, wo sie selber Bock drauf haben?

00:22:08: Klammer auf wäre schon schön wenn es noch irgendwas zu tun hätte mit dem Unternehmenskontext.

00:22:12: aber das hätte ich jetzt mal vorausgesetzt ja dann glaube ich könnte ganz tolle Dinge entstehen ganz neue Energien freigesetzt werden.

00:22:21: Stimmst du mir zu, dass man als Organisation oder Arbeitgebender so eine Community nicht bauen kann?

00:22:27: Sondern eher nur die Bedingungen schaffen kann unter denen sie dann auch wirklich entstehen.

00:22:33: Weil wenn ich dich richtig verstehe wäre das ja... wirklich für eine Community stark, wenn es ein so ein Thema ist was viele aus ganz unterschiedlichen Perspektiven gemeinsam dann machen.

00:22:44: Da bin ich wieder bei diesem Thema Gemeinschaft und dann vielleicht auch durchaus in der Endausbaustufe bei Zugehörigkeit Belonging.

00:22:51: aber Ich kann das als Arbeitgeber und das ist die Fragestellung ja nicht wirklich vorgeben oder?

00:22:56: Ja absolut!

00:22:59: Ich kann einen Rahmen schaffen.

00:23:04: Nehm noch mal das Bild der Gastgeberin oder des Gastgebers, weil ich glaube, dass kann man sich aus dem Privaten ganz gut herleiten.

00:23:12: Wenn ich einlade, dann lade ich Menschen ein von denen ich glaube ,dass sie gut miteinander funktionieren.

00:23:19: Das kann ja durchaus sehr divers und heterogen sein aber ich lad vielleicht jetzt nicht unbedingt nur Menschen ein wo ich weiß es wird einen sehr zäher Abend die an sich gar nichts zu erzählen.

00:23:29: Ich schaffe einen schönen Rahmen im Sinne von, ich gucke auch wenn Menschen reinkommen die neu sind.

00:23:37: Die vielleicht noch niemanden kennen das sich mal vorstelle und vernetze?

00:23:41: Vielleicht gebe ich am Anfang auch ein Thema vor.

00:23:44: also im privaten Kreis jetzt nicht so.

00:23:46: aber in Communities kann es durchaus hilfreich sein so mal so'n initialen Anschuss zu geben was ich aber nicht mache!

00:23:53: Nicht hin und halte fünfundvierzig Minuten eine Tischrede.

00:23:56: Und alle müssen mir zuhören, dann wird da keine Stimmung aufkommen!

00:24:00: Ich werde auch nicht ein Skript vorgeben wer jetzt in Minute vier über was zu reden hat mit wem wird auch nicht funktionieren.

00:24:09: Also ich vertraue da drauf, dass ich einen Rahmen gesetzt habe in dem Menschen Spaß haben untereinander zu diskutieren im Austausch zukommen sich gegenseitig auch zuzuhören also nicht immer nur zu senden sondern auch zu empfangen.

00:24:22: und wenn ich mit diesem Mindset da reingehe dann glaube ich kriege ich in Unternehmen auch tolle Communities aufgebaut.

00:24:29: Jetzt höre ich schon wieder das Teufelchen bei mir im Ohr, dass sozusagen sagt aber Arbeit soll noch nicht unbedingt Spaß machen Stefan.

00:24:34: Wir sind doch hier nicht bei der Wohlfahrt wir sind auch hier um zu arbeiten so ungefähr da geben ja auch wenn wir.

00:24:41: Community finde ich ein tolles Wort Räume finde ich jetzt als Ager Architekt noch ein bisschen besser.

00:24:45: Aber ich glaube dass wir da durchaus von von was Synonymen auch sprechen zumindest in der Ausgestaltung und auch in der Intention oder in der Haltung wie wir es aufbauen wollen.

00:24:54: Gebe ich da als Unternehmensspitze nicht wahnsinnig viel Macht auch ab, wenn ich dann solche Communities, solche Räume entstehen lasse?

00:25:05: Also wenn ich die Bedingungen dafür schaffe.

00:25:08: Ja absolut!

00:25:11: Ich muss und sollte darauf vertrauen dass aus diesen Communities was rauskommt.

00:25:16: und ich gehe nochmal zwei Schritte zurück.

00:25:18: also für mich ist Community auch kein Selbstzweck.

00:25:21: Also, warum machen Unternehmen Communities?

00:25:24: um den Kontext nochmal aufzumachen?

00:25:26: Da habe ich für das Buch sehr viel recherchiert und sehr viele Interviews geführt.

00:25:50: Ganz klare Leseempfehlung, link dazu in den Shownotes.

00:25:54: Das hat schon auch immer einen monetären Aspekt am Ende des Tages.

00:26:00: Warum?

00:26:01: Wir sind gestartet mit Loyalität weil Kunden und Kundinnen die sich sozusagen in Communities, Unternehmens-Communities engagieren sind unfassbar loyal.

00:26:11: das heißt sie kaufen selber mehr, sie kaufen häufiger Sie empfehlen weiter Sie helfen sich gegenseitig, es gibt ganz viele Support-Communities gerade so im technischen Bereich.

00:26:22: Die ganzen Foren die man sieht das ist ja Wahnsinn wie viel Zeit Menschen darauf verwenden irgendwie eine Problemlösung zu finden und die kriegen da nix für kein Cent.

00:26:35: Also insofern ich habe da schon ein Zweck und ich glaube dass sollte ich mir als Unternehmen auch die Frage stellen warum außer dass es ein gutes Betriebsklima gibt, möchte ich denn das sich Menschen vernetzen in den Austausch gehen.

00:26:46: Habe ich einen Produktthema?

00:26:49: Dass ich sage, ich brauche mehr Innovation und ich brauch irgendwie neue Ideen und gehe mal da rein!

00:26:55: Ist es vielleicht tatsächlich, dass bestimmte Teams nicht besonders gut miteinander arbeiten?

00:26:59: Ich weiß, dass das Wort Silo immer sehr ungern genutzt wird und dann gleichzeitig doch über vorhanden ist.

00:27:05: Schaffe ich da vielleicht mal einen anderen Rahmen wo Menschen sich sozusagen verbinden können?

00:27:11: Thema im Sinne von ich möchte gerne, dass die Menschen loyaler zu meinem Unternehmen als Arbeitgeber sind.

00:27:17: Also ich glaube, ich sollte mir schon vorher mal zwei Minuten Gedanken machen warum ich denn eigentlich möchte das die Menschen sich untereinander vernetzen außerhalb von.

00:27:26: Ich glaub es ist per se eine gute Idee und es hilft irgendwie auch der Kultur und dem Klima

00:27:31: Und damit kriegt ihr da draußen lieber HALA durchaus auch Geschäftsleitungen, Geschäftsführung und auch CEO's, die dem Thema gegenüber vielleicht eher nicht so Ich sag mal, nicht so positiv gegenüberstehen kriegt man die dann auch in dem Moment wo man sagt ja wir machen das aber hier hin zum Selbstzweck.

00:27:48: Wir haben genug zu tun.

00:27:49: Aber wir verfolgen damit folgendes strategisches Ziel Das steht übrigens lieber CEO bei dir oben gelb da in der Agenda drin.

00:27:56: und wenn du es jetzt operationalisiert haben möchtest Dann bauen wir jetzt hier Standort- und Teamübergreifende Community einen Raum schaffen um dieses um hier Lösungen für Probleme unserer Kunden zu finden und diese Lösung dann proaktiv anzubieten.

00:28:14: Also in der IT, das ist jetzt schon zehn Jahre her, das gibt es auch draußen in der Gesellschaft, gibt es sogenannte Hackatons wo man versucht Probleme zu lösen.

00:28:24: kommt so ein Hackaton der Community Idee schon relativ nahe oder ist das eher verzerrend?

00:28:31: Das ist eine gute Frage.

00:28:32: Also so wie ich Hackathons erlebe, die sind ja zeitlich sehr begrenzt aus gutem Grund und da dann auch die Ergebnisse rauszukriegen.

00:28:42: Eine Community ist schon eher langfristig angelegt.

00:28:45: Eine community ist eigentlich nichts was du jetzt mal an einem Wochenende oder in einem Monat machst sondern es geht ja in communities viel um Vertrauen.

00:28:52: also Verbindung baut sich auf indem ich Menschen vertraue.

00:28:55: und egal egal was dir wer erzählt Vertrauen braucht Zeit Es fällt einfach nicht vom Himmel.

00:29:02: Und insofern glaube ich, ist das schon ein wichtiger Punkt dass man das langfristig sieht von der Idee her im Sinne von wir haben ein Problem und die Community könnte mal auf die Suche nach Lösungen gehen.

00:29:12: Ich glaube kann man es schon dann auch mit Hackathons und anderen Formaten vergleichen.

00:29:16: aber ich glaube Hackathon sind mehr tatsächlich lösungsorientiert zu einer bestimmten Fragestellung.

00:29:22: Communities sind deutlich breiter.

00:29:25: Ja, absolut.

00:29:26: Schön dass du da direkt entgegengesprungen bist aber ich hatte diesen Gedanken gerade hab gedacht Boah, da gibt es auf jeden Fall Überschneidungen.

00:29:32: Aber gerade diese zeitliche Komponente und das wäre ja eine Organisation auch so.

00:29:37: Also klar ein Hackathon dauert dann achtundvierzig Stunden beispielsweise wenn die Ergebnisse präsentiert und fließen dann hoffentlich in die Produktideen der Organisation mit rein weil ansonsten kommt der CEO auch um die Ecke.

00:29:47: warum haben wir den ganzen Bums jetzt hier gemacht?

00:29:49: So ungefähr und versteht das dann auch nicht.

00:29:51: aber das ist so ne kleine Community.

00:29:54: aber eben in der zeitlichen Dramaturgie ist es das halt dann eben nicht.

00:29:59: deswegen cool, dass wir das nochmal aufgedröselt haben.

00:30:02: Die Gedanken die kommen in so einem Podcast ist ja wie gesagt nicht geskriptet hier bei uns.

00:30:07: ich versuch's mal zusammen zu dampfen am Ende und ich bin gespannt wie du da zu stehst.

00:30:12: also Wir sind durchaus vernetzt aber nicht verbunden.

00:30:17: Menschen brauchen Zugehörigkeit.

00:30:19: daraus entsteht ein wirtschaftlicher Wert den wir versuchen müssen zu quantifizieren.

00:30:25: Das heißt Unternehmen generell müssen ja ihre Rolle verändern und HR ist vielleicht der Player in dem ganzen Spiel, der diese Räume schrägstich Communities bauen kann bzw.

00:30:40: bauen lässt den Rahmen dazu schaffst.

00:30:43: Würdest du damit gehen?

00:30:45: Ja, kann ich genauso unterschreiben.

00:30:48: Insbesondere der Punkt wir sind vernetzt aber nicht verbunden.

00:30:51: das sehen wir natürlich wie persönlich alle sehr stark.

00:30:54: Ich glaube wir haben alle dem großen Missverständnis aufgesessen dass wir über Social Media Plattformen doch unfassbar vernetzt sind mit so vielen Menschen wie noch nie zuvor.

00:31:04: ja ich mag die alle virtuell irgendwie kennen und gleichzeitig zeigen alle Studien Ich mich da total einsam fühle und überhaupt nicht verbunden.

00:31:13: Leichte Analogien die Unternehmenswelt kann man sicherlich bei Home Office ziehen, dass man eben wenn man rein im Home Office ist egal bei welchem Unternehmen ich angestellt bin es trotzdem keine Verbundenheit so richtig aufkommt weil das dann doch eine physische Begegnung braucht um dieses Vertrauen zu schaffen.

00:31:31: Und wenn diese Punkte gegeben sind dann ist es genauso wie du sagst.

00:31:34: dann haben diese Communities in Mehrwert, einen wirtschaftlichen Mehrwert wie auch immer du ihn quantifizieren möchtest und sind deshalb glaube ich ein ganz tolles Instrument über das HR und viele andere im Unternehmen mal ein bisschen mehr nachdenken dürfen.

00:31:50: Und genau deswegen Dorothee habe ich dich als Nicht-HALerin in meinen HR Podcast reingeholt dass wir auch mal und das Predigen hört sich wieder auch ein bisschen zu stark an weil das bei mir ja wirklich nichts mit Religion zu tun hat ne?

00:32:03: Ich bin da total unreligös aufgestellt.

00:32:05: aber Wenn man bei mir ein paar Narrative rausziehen will aus dem Podcast um das mal mit so zu beschreiben, dann ist es immer so lasst euch aus anderen Disziplinen beeinflussen und in dem Fall ist es halt wirklich aus der ganzen Marketing Customer Experience.

00:32:23: Bubble, nenn ich es jetzt mal.

00:32:24: Weil wir sprechen bei uns in MHR jetzt auch seit ein paar Jahren eben von Employee Experience wie du es auch genannt hast Dorothea.

00:32:31: aber noch viel stärker werden jetzt Menschen die im Recruiting unterwegs sind an Candidatexperience denken also wirklich die Reise eines Bewerbenden durch unsere Prozesse und da gibt's dann auch ganz viele verschiedene Touchpoints und da darf man durchaus auch bisschen Hirnschmalz reinstecken auch aus anderen Disziplinen.

00:32:50: Deswegen vielen herzlichen Dank, dass du dabei warst!

00:32:53: Da können wir uns eine Scheibe von abschneiden.

00:32:55: ich glaube die Customer Experience ist uns da um... Ich weiß nicht Lichtjahre will ich vielleicht nichts sagen aber sie sind uns schon dermaßen weit voraus.

00:33:02: deswegen wir müssen das Rad im HR nicht immer und überall neu erfinden Wir können uns auch Impulse aus anderen Ecken holen Und ich glaub dazu Dorothe haben wir beide heute einen Beitrag geleistet.

00:33:13: Dafür danke ich dir sehr.

00:33:15: Und in die Community nächste Woche Donnerstag geht es hier schon weiter.

00:33:19: Danke euch da draußen, danke dir Dorothe!

00:33:21: Dankeschön.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.