Wer kümmert sich um die Führungskraft? Selbstfürsorge in der Führung | Isabell Sorg
Shownotes
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Führungskräfte sollen Orientierung geben, Entscheidungen treffen, Probleme lösen und immer für ihr Team da sein. Nur: Wer kümmert sich eigentlich um die Führungskraft? In meinen Persönlichkeitsprofilen schätzen rund 95 Prozent der Führungskräfte ihre Selbstfürsorge als schwach ein.
Gemeinsam mit Isabell Sorg spreche ich darüber, warum Selbstfürsorge nichts mit Wellness zu tun hat. Isabell ist Geschäftsführerin der Evolon GmbH und systemische Beraterin. Bei SORG Rollstuhltechnik trägt sie als Prokuristin selbst unternehmerische Verantwortung und kennt das Funktionieren im Führungsalltag aus erster Hand.
Wir sprechen über die Zehn-Sekunden-Regel für Momente, in denen dich etwas triggert, über die Gegenfrage „Wie würdest du es machen?“, mit der Probleme dorthin zurückgehen, wo die Expertise sitzt, und darüber, warum keine Führungskraft jeden Führungsstil authentisch leben kann. Und wir klären, warum Klarheit manchmal heißt, dir einzugestehen: Diese Führungskraft kann und will ich nicht sein.
💬 Zentrale Botschaft: „Keiner kann authentisch jede Führungskraft sein.“
Kernaussagen:
1. Selbstfürsorge ist eine Führungskompetenz. Sie heißt Grenzen setzen, Unterstützung holen und Abstand gewinnen. Es geht nicht um die Länge: Auch fünf Minuten pro Woche zählen.
2. Zehn Sekunden vor der Reaktion. Wer getriggert ist, lehnt sich zurück, zählt bis zehn und fragt nach. Danach ist die erste Emotion durch, und das Sachargument zählt.
3. Führung heißt Umfeld schaffen, nicht jedes Problem lösen. Die Gegenfrage gibt das Problem ins Team zurück. Das entlastet die Führungskraft und stärkt die Selbstwirksamkeit der Mitarbeitenden.
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Kapitel:
00:00 Urlaub für Führungskräfte: der Einstieg
00:52 Selbstfürsorge in der Führung: Intro mit Isabell Sorg
02:01 Sich selbst übergehen: wie lange hältst du das durch?
03:01 Selbstfürsorge ohne Wellness: Grenzen setzen, Hilfe holen
05:52 Persönlichkeitsprofile: 95 Prozent schätzen Selbstfürsorge schwach ein
09:09 Zehn-Sekunden-Regel: erst zurücklehnen, dann reagieren
09:52 Müdigkeit zugeben: Führung muss nicht immer stark sein
12:35 Impulskontrolle: Big Five und der neutrale Ordner
16:27 Gegenfrage statt Lösung: „Wie würdest du es machen?“
17:13 Hilfe zur Selbsthilfe: Führung heißt Umfeld schaffen
20:41 Führungsspanne: der Montagmittag nach zehn One-on-Ones
23:17 Authentizität: welche Führungskraft du nicht sein willst
23:54 Psychologische Sicherheit: Workshop, Coaching, Psychologe
29:21 Klarheit: wenn der andere nicht mitgehen will
30:19 Fürsorgepflicht und Pinguin-Parabel: das Umfeld zählt mit
Dein Call to Action!
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00:00:00: Auch eine Führungskraft darf jetzt immer ganz klein gesprochen Urlaub haben.
00:00:03: Und auch für sie ist es wichtig, dass er sich darum kümmert, dass die Urlaub auch nimmt.
00:00:07: und im besten Fall hat sie den Mitarbeitern das so beigebracht, dass denen das natürlich auch selbstverständlich ist, dass natürlich auch die Führungskraft mal Entspannung
00:00:16: braucht.
00:00:20: Ist es nicht so, dass ich dann selber für mich keine Verantwortung übernehme?
00:00:24: Wenn ich das Thema selbst für Sorge wirklich komplett einfach zu sage, naja, das sollen andere machen.
00:00:29: Nicht ich bin schon hier ein harter Knochen.
00:00:30: Ich brauch das nicht.
00:00:31: Total!
00:00:32: Weil ich finde auf lange Sicht vergisst man halt doch, dass man irgendwann vielleicht doch keine so gute Führungskraft mehr sein kann weil man ja völlig ausgebrannt ist ganz oft.
00:00:41: Woher soll die Energie denn kommen wenn ich beständig über mein Energiemass geht?
00:00:52: Hallo und herzlich willkommen zum Podcast.
00:00:54: Ja Klar.
00:00:55: Mein Name ist Stefan Berndt, ich bin nicht nur Experte für Personalmanagement und Führung sondern auch der HR-Architekt.
00:01:03: Führungskräfte sollen Orientierung geben, Entscheidungen treffen, Probleme lösen und natürlich immer für ihre Mitarbeitenden da sein.
00:01:10: Klingt gut!
00:01:11: Nur wer kümmert sich eigentlich um die Führunskraft?
00:01:14: Mein heutiger Gast kennt dieses Funktionieren ziemlich gut.
00:01:17: Bei Sorgrollstuhltechnik trägt sie selbstunternehmerische Verantwortung, gleichzeitig begleitet sie mit Evalon Führungskräfte und Menschen dabei wieder stärker auf sich selbst zu schauen – genau darüber sprechen wir heute!
00:01:31: Warum selbst für Sorge nichts mit Wellness zu tun hat?
00:01:34: Warum eine gute Führungskraft eben nicht jedes Problem selbst lösen muss?
00:01:39: Warum zehn Sekunden manchmal reichen um eine bessere Entscheidung zu
00:01:42: treffen?!
00:01:43: Und warum Klarheit auch bedeutet, sich einzugestehen?
00:01:47: Diese Führungskraft kann und will ich vielleicht gar nicht sein.
00:01:51: Denn vielleicht beginnt gute Führungen gar nicht zuerst bei den anderen.
00:01:54: Vielleicht beginnt sie bei uns selbst!
00:01:57: Willkommen im Ja-Klar-Podcast Isabel Sorg!
00:02:09: Ich
00:02:16: habe tatsächlich über diese Frage lange nachgedacht, weil es ja immer so ein bisschen drauf ankommt aus welcher Sicht man das sieht.
00:02:24: Ich sage mal für den Mitarbeiter vielleicht schon, weil du dich beständig um ihn kümmerst im besten Fall wenn du das alles schaffst.
00:02:33: aber für dich selber ist halt natürlich die Frage wie lang hältst du das durch?
00:02:38: Wenn du niemals in deinem Leben überhaupt vorkommst Und wenn du ständig eigentlich nur am Brändelöschen hinterherrenn und so weiter bist, irgendwann kommst du halt dann so zum Punkt wo du merkst es geht nichts mehr.
00:02:53: Das habe ich schon vielfach in meiner Arbeit beobachtet.
00:02:55: das geht tatsächlich dann auch echt schnell wenn man die Geschichten hört.
00:03:01: Lass uns mal zu Beginn vielleicht für unsere Zuhörerinnen hier im Jahr Club Podcast nochmal gemeinsam definieren.
00:03:07: Ich finde das immer ganz wichtig, zu sagen was bedeutet eigentlich überhaupt aus deiner Sicht selbst Fürsorge.
00:03:14: also Ganz praktisch und ohne vielleicht sogar ohne irgendwelche Wellness Buzzwords
00:03:23: Selbstversorge in der Führung bedeutet für mich tatsächlich, Brenzen auch zu setzen.
00:03:27: Für sich selbst auch und zu sagen das kann ich noch leisten und hier muss ich mir Unterstützung suchen oder auch für mich selber einfach mal wieder einen Abstand gewinnen.
00:03:38: So einem Thema zum was auch immer.
00:03:41: Worauf ich gerade beim Thema Selbstversorgung hinaus wollte ist es für dich Isabel auch eine Kompetenz die man sich aneignen kann?
00:03:50: Wie stehst du dazu?
00:03:53: Auf jeden Fall kann ich aus meiner eigenen Geschichte sagen, weil ich das auch für mich einfach lernen durfte zu sagen und hier ist jetzt gut.
00:04:02: Und jetzt bin ich mal einen Moment dran und sei es nur eine Stunde oder eine halbe Stunde fünf Minuten pro Woche.
00:04:09: also es geht gar nicht immer um die Länge Es geht darum sich einfach selber Raum zu nehmen und um sich aufzukümmern.
00:04:18: Wo kann man da die Grenze zum Thema Ego setzen?
00:04:22: Weil das ist das, was ich oftmals beobachte.
00:04:24: Dass viele dann sagen, wenn man sich um sich selber mal kümmert – um Gottes Willen!
00:04:28: Der macht wieder mal nur etwas für sich.
00:04:30: Wo würdest du da tatsächlich auch für dich?
00:04:33: vielleicht hast du ein praktisches Beispiel dabei?
00:04:35: Wo zieht man da so ein bisschen in der Führung auch die Grenzen?
00:04:41: Also ein praktisches Beispiel.
00:04:43: spontan gerade nicht, aber ich denke weiter drüber nach….
00:04:47: Aber ich sag mal, wo sieht man die Grenze?
00:04:52: Naja auch eine Führungskraft darf jetzt immer ganz klein gesprochen Urlaub haben und für sie ist es wichtig dass er sich darum kümmert das ihr Urlaub auch nimmt.
00:05:01: Und im besten Fall hat sie den Mitarbeitern des so beigebracht, dass denen das natürlich selbstverständlich ist, dass natürlich auch die Führungskraft mal Entspannung braucht.
00:05:11: Absolut!
00:05:12: Ja, absolut die Frage war auch tatsächlich ein bisschen provokant gestellt.
00:05:17: Weil Führungskräfte ja grundsätzlich immer egal was sie tun oder nicht tun als Vorbild agieren.
00:05:26: Und sich auch viele Mitarbeitende in aller Regel auch daran orientieren, was Führungskräfte denn so machen und was sie auch nicht machen.
00:05:33: Wenn da natürlich unausgesprochen tatsächlich irgendwelche Dinge passieren im Arbeitsalltag dann denkt sich vielleicht einen Mitarbeiter eine Mitarbeiterin das kann ich auch so machen.
00:05:43: Ich bringe noch ne weitere Perspektive rein.
00:05:47: in meinen Interim-Mandaten immer mit sogenannten Persönlichkeitsprofilen.
00:05:52: Also das sind bei mir wissenschaftlich fundierte Dinge, keine Farben, keine Tiermodelle oder sowas was man irgendwie mit acht Fragen schnell einordnen kann.
00:06:00: Das ist mir ein bisschen zu wider.
00:06:03: Man kann über Persönlichkeit Profile natürlich inhaltlich diskutieren Was es jetzt auch beim Thema Führung bedeuten kann wie man das nutzen kann.
00:06:12: Aber mir ist da wichtig zu sagen in diesem Profil auch eine Kompetenzübersicht.
00:06:17: Und da ist das Thema Selbstfürsorge auch drin und ich habe jetzt in den letzten drei Jahren bestimmt, ich weiß es nicht, hunderthundertfünfzig solcher Profile gemacht.
00:06:27: davon waren locker die Hälfte auch Führungskräfte.
00:06:30: dabei hast du eine Idee wie die auf einer Skala von schwach bis sehr hoch sich selber eingeschätzt haben?
00:06:40: Jetzt zum Thema Selbstförsorge.
00:06:41: tatsächlich Ich glaube, dass da Praxis und Realität sehr weit auseinander ging.
00:06:49: Da ich die Frage tatsächlich bei uns im Unternehmen mir auch immer mal wieder in Spaß mache und sage hey was machst du eigentlich für dich?
00:06:54: Dass du auch mal runterfahren kannst und die Antworten kenne habe ich gerade erst wieder gestern aber bei uns gestellt oder gar nicht Führungskräften habe ich dann eine Idee das es sehr niedrig sein wird.
00:07:09: Ja, also ich habe tatsächlich bis dato auch noch nicht erlebt und wie gesagt.
00:07:13: Ich mache das jetzt schon seit ein paar Jahren ob das jetzt wirklich wissenschaftliche Evidenz ist.
00:07:18: Das kann ich nicht beurteilen.
00:07:19: Das sollen Wissenschaftler und Professoren dann gerne auch machen aber so in Richtung Praktikabilität auch gedacht im Unternehmensalltag.
00:07:27: Also wirklich nur neunzig Prozent der Führungskräfte in der Selbsteinschätzung schwach ausgeprägt.
00:07:34: Also ich würde im Nachgang nochmal die Fragen, die in diesem Frage bogen dass das daraus kommt welche das genau waren, die könnte ich noch mal herausarbeiten.
00:07:42: aber tatsächlich ist es so, dass sich die Ausprägungen wie Führungskräfte selber dort einschätzen immer schwach ist.
00:07:50: und dann denke ich mir menschens Kinder Aber ist das nicht fast schon mit die Kompetenz?
00:07:56: Die wir am meisten ausprägen müssen?
00:07:58: also dieses Thema.
00:08:00: Ich will doch in der Führung und da bin ich gespannt auf deine Perspektive Isabel.
00:08:06: Verantwortung für andere übernehmen bedeutet ja auch Führungen, aber ist es nicht so dass ich dann selber für mich keine Verantwortung übernehme wenn ich das Thema selbst für Sorge wirklich komplett einfach zu sage naja das sollen andere machen nicht ich bin schon hier ein harter Knochen nicht braucht das nicht
00:08:25: Total, weil ich finde auf lange Sicht vergisst man dann halt doch dass man irgendwann dann vielleicht doch keine so gute Führungskraft mehr sein kann.
00:08:33: Weil man ja völlig ausgebrannt ist ganz oft.
00:08:36: Weil woher soll die Energie denn kommen wenn nicht beständig über mein Energiemass geht?
00:08:44: Isabelle, lass uns mal in Richtung... Ich glaube das Problem und die Grundlagen haben wir wahrscheinlich jetzt sauberst gelegt.
00:08:49: Dass wir auch richtig so vertiefen mal in der Richtung Lösungsperspektive gehen können weil da hast du ja wahnsinnig viele praktische Erfahrungen aus deinem Unternehmensalltag.
00:09:00: Was verändert sich denn in der Führung wenn ich meine eigenen Bedürfnisse meiner eigenen Grenzen und vielleicht sogar meinen eigenen Triggerpunkte kenne?
00:09:09: Naja also Wenn ich von meinem Unternehmensalltag ausgehe, dann ist es einfach so dass ich wenn ich merke Ich werde getriggert um jetzt mal das Beispiel zu nehmen.
00:09:19: Dann lehne ich mich erstmal zurück und reagiere nicht direkt wo man aber natürlich wenn man getriggert ist dazu neigt.
00:09:26: leider neigt mit sofort zum Schuss sozusagen zum schnell schuss Und mag mal gut sein, will ich gar nicht sagen.
00:09:33: Aber häufig eben auch nicht.
00:09:35: und dann einmal noch mal zehn Sekunden – ich sage mal die Zehn-Sekunden-Regel nochmal drüber nachdenken schadet an der Stelle nicht und man kann nochmal sagen naja will ich das jetzt wirklich so fahren, die Nummer?
00:09:47: Also da merke ich es kommt viel mehr Ruhe an vielen Stellen rein.
00:09:53: Aber auch was mir aufgefallen ist wenn man auch mal zeigt so Ich bin heute auch müde Dann ist da auch sehr viel Verständnis bei den Mitarbeitern da und die sagen dann alles klar, dann übernehme ich heute vielleicht mal das oder das.
00:10:09: Und dass... Ich finde auch als Führungskraft darf man mal sagen, heute ist nicht so super.
00:10:16: Aber unbedingt!
00:10:19: Machen viele aber nichts.
00:10:22: Genau, ja richtig.
00:10:24: Das ist genau das Dilemma in dem wir uns bewegen.
00:10:26: da können wir auch noch ein bisschen weiter drauf rum reiten wie ich finde auf dieser Welle denn ich glaube dass es tatsächlich auch das Bild da draußen was gemacht wird, dass Führung immer stark sein muss.
00:10:36: also in dem Fall dann halt auch Führungskräfte egal ob männlich oder weiblich bei männlichen Führungen noch mal eher gedacht um mich in die Perspektive der Mitarbeitenden mal zu versetzen und aber sowas zu sagen Ich bin heute müde, die letzte Nacht war Katastrophe.
00:10:52: Ich meine ich hab zwei kleine Kinder.
00:10:53: Die Nächte können manchmal nicht schlechter sein bei meiner Frau noch schlimmer als bei mir ne?
00:10:57: Also ich bin da wirklich noch sehr von verschont.
00:11:00: aber dann am nächsten Tag auch mal zu sagen wenn dann morgens um acht das Meeting da ist Leute gib mir mal eben fünf Minuten.
00:11:07: Ich muss mal mit dem ersten Kaffee klarkommen hier in diesem Meeting wo ich gerade bin denn bis vor zehn Minuten war übrigens zwei Kinder in die Tagesstätten bringen und Wahnsinn in Tüten.
00:11:21: Ich glaube, das muss viel mehr passieren, dass man sich da auch als Führungskraft traut so etwas seinen Mitarbeitenden zu sagen.
00:11:29: Und ich glaube, da sind wir in der harten Knochenarbeitswelt mit Aussagen unseres Bundeskanzlers, mit Teilzeit, Lifestyle &
00:11:38: Co.,
00:11:39: um diese Bühne auch zu bauen.
00:11:44: Noch lange nicht.
00:11:46: Welche Beobachtung machst du da aktuell?
00:11:50: Meine Beobachten ist tatsächlich, dass da eine Veränderung geschieht mag aber natürlich auch geprägt sein bei mir logischerweise weil ich einfach bei uns schon sehe das die Führungskräfte einfach mehr sagen dürfen okay und Das es bei mir gerade privat losgebt ne fünf Minuten wie Du so schön sagst dann drehe ich mal kurz ein Kaffee oder auch sich den Raum nehmen und sagen Können wir vielleicht, ist es dringend oder können wir den Termin vielleicht morgen machen?
00:12:18: Ja.
00:12:19: Und da und dann ist das ja für alle auch besser weil du hier in der Regel ich unterstelle mal wenn man unausgeschlafen ist die Geduld der Geduld haben manchmal etwas verkürzt
00:12:32: Wenn er überhaupt noch da ist.
00:12:35: Aber auch das ist glaube ich wieder sehr persönlichkeitsabhängig, weil du hast es vorhin ja auch mit der zehn Sekunden Regel die ich übrigens sehr praktikabel finde und dass ein super Umsetzungshack für die Community ist.
00:12:47: erstmal so das was bei einem ankommt das was man gefiltert aufnimmt Man hat zugehört und man überlegt sich dann mal für zehn sekunden das nennt man dann glaub ich übertragen auch in die charakteristik oder ein karaktereigenschaften ist das impulskontrolle.
00:13:03: Und wenn du die Impulse kontrollieren stückweit weiter spielst bist du auch wieder bei Charakter und dann bist du bei den big five, ne?
00:13:12: Die wissenschaftlich alle bewiesen sind bist du aber emotionaler stabilität auf der Dimension gegenüber Sensibilität.
00:13:18: Und ich sage dann immer, sensibilität bedeutet jetzt nicht dass wir da das Sensibelchen haben aber diese Führungskräfte gibt es auch und ich sage bewusst ist es weder gut noch schlecht sondern es ist halt eine Charaktereigenschaft weil es genau zeigt wie wir uns in ganz normalen alltägliche Situation ob privat oder beruflich uns entsprechend standardmäßig verhalten.
00:13:39: wenn du jetzt den Standard bei dir in der Firma so legst dass wenn erst mal ein Impuls kommt Wir versuchen, den zehn Sekunden festzuhalten.
00:13:47: In aller Regel ist dann die erste Emotionalität durch und ich kann mich vielleicht auf das Sachargument dahinter
00:13:55: konzentrieren.".
00:13:56: Ja, also ist zumindest mal so meine Beobachtung.
00:14:01: Deswegen nehme ich tatsächlich auch wenn ich damit arbeite jetzt nicht nur bei mir im Unternehmen sondern auch bei meiner Praxis und so diese zehn Sekunden riegel sehr gerne weil dann antwortet nicht erstmal direkt der Kopf was eben so gerade eingefallen ist und man fühlt mal rein was ist denn da eigentlich?
00:14:17: Absolut, das finde ich so wahnsinnig praktikabel.
00:14:21: Das ist auch super klar.
00:14:23: und an die da draußen die jetzt sagen ja aber zehn Sekunden ist doch vielleicht viel zu kurz dann zählt doch mal genau jetzt bis zehn.
00:14:32: Und das kann man sich ja als Brücke aus ein Stück weit bauen.
00:14:35: also bei mir ist es mittlerweile so dass ich wenn auch Feedback kommt zu meiner Arbeit oder grundsätzlich ich irgendwelche Themen habe gar nicht so sehr nur auf mein Business bezogen sondern auch privat dann landet das bei mir im übertragenen Sinne, habe ich für mich.
00:14:50: Bildlich gesprochen so ein neutralen Ordner wenn du so willst.
00:14:54: Also ich habe dann wirklich einen neutralen Ort in der Mitte den ich mir vorstelle und da flattert das erstmal alles rein egal ob das jetzt ein Feedback ist was von meiner Frau kommt, vom meinen Kindern, vom engeren privaten Umfeld aber auch im Business ganz knallhart von Kunden.
00:15:11: Da kann es ja manchmal auch wild werden wenn irgendwelche Ziele nicht erreicht werden oder so und ich glaube dass etwas um das thema selbst für sorge noch mal zu triggern wo man durchaus mit starten kann.
00:15:23: Das ist sehr niederschwellig und ich glaube damit hat man schon in aller regel die erste wie schon gesagt, die erste emotion auch schon deutlich deutlich hinterlegt oder weggelegt im zweifel und kann dann versuchen mit einer gezielten rückfrage sich noch mehr zeit zu verschaffen indem ich dann zum beispiel frage bin gespannt wie du das machst.
00:15:45: Okay, gut.
00:15:46: Ich habe dir zugehört.
00:15:48: Habe ich glaube ich grob verstanden?
00:15:50: Wie meinst du das jetzt genau?
00:15:52: und dann lasse ich mir in aller Regel je nach Kontext ein Beispiel geben und dann können die Leute erst mal erklären und dann hast Du als Führungskraft gesprochen ja noch mehr Zeit darüber nachzudenken.
00:16:04: Ja, also das ist eine Variante.
00:16:06: Ich mache es tatsächlich mit.
00:16:07: ich habe verstanden.
00:16:09: Stimmt das so?
00:16:10: Mache ich tatsächlich auch im privaten Bereich immer mal wieder gerne ganz spaßig was dann manchmal so rauskommt oder ich drehe es tatsächlich um weil gerade als Führungskraft kommt ja ganz oft ein Problem zu dir und die Leute sagen jetzt lösen wir mein Problem und ich hab mir oft angewöhnt zu sagen wie würdest du's machen Und einfach mal den Ball einfach erstmal direkt wieder zurückzuspielen, um armieren, momentan mehr Zeit zu geben.
00:16:40: Aber auch weil ich davon ausgehe in verschiedenen Bereichen sind die Mitarbeiter ja die größeren Experten.
00:16:47: Die machen das ja jeden Tag und immer zu glauben dass die Führungskraft dann alles wissen muss nur weil sie jetzt halt Führungskraft ist halte ich für zumindest mal eine gewagte These.
00:17:00: Und dann finde ich schön, auch die Mitarbeiter mitzunehmen an der Stelle.
00:17:04: Zumindest mal zu fragen ob die Lösung dann praktikabel ist?
00:17:08: Darum geht es mir gar nicht in erster Linie.
00:17:10: Ja und ich glaube genau das muss Führung dann auch aushalten.
00:17:13: oder wir müssen uns bewusst machen dass Führungen eben nicht bedeutet dass Ich derjenige bin der alles weiß sondern Sogar umgekehrt gesprochen jetzt auch wieder aus der Persönlichkeitspsychologie herausgesprochen, dieses Thema Hilfe zur Selbsthilfe.
00:17:27: Das was du gerade mit der Frage wie würdest denn du das machen?
00:17:31: Jetzt werden sicherlich ein paar Theoretiker um die Ecke kommen und sagen ja nimm doch den Konjunktiv danach raus Isabel dann ist super weil wir wollen ja nicht wissen wie du es machen würde sondern wie du's jetzt konkret machst.
00:17:41: so so engstirnig würde ich es definitiv nicht sehen, weil das am Ende des Tages auch gar nicht dann im letzten Moment beim Mitarbeitenden so ankommt.
00:17:50: Sondern wirklich den eigenen Gedankenapparat in die Richtung.
00:17:54: als Führungskraft jetzt und dass ist auch wieder wie ich finde schon der zweite Punkt für Selbstvorsorge sich selber zu sagen Ich bin Führungskraft.
00:18:03: Mein Rollen, mein Job ist hier ein Umfeld aufzubauen für meine Mitarbeitenden weil die absoluten Expertinnen in ihrem Beruf, in ihrem Thema sind.
00:18:15: ich muss hier Rahmenbedingungen schaffen das dienen geilen Job machen können!
00:18:19: Ich muss in letzter Konsequenz fachlich sachlich nicht alles Wissen, ne?
00:18:25: So dieser Allround-Gedanke.
00:18:28: Wenn ich etwas habe gehe ich zu meiner Führungskraft und die löst das für mich.
00:18:31: Und jetzt komme ich zu dem Punkt den ich setzen wollte.
00:18:34: wir schaden damit tatsächlich auch unseren Mitarbeitenden weil die dann nämlich einfach diese Gewohnheit aufbauen.
00:18:41: naja wenn ich ein Problem hab geh ich zu einer Führungskraft und die lösst es dann für mich anders!
00:18:46: Wenn ich ein problem habe geh ich zur meiner Fährungskraft rede mit ihr und löse das Problem selber.
00:18:54: Ja, da muss ich tatsächlich an einen ganz konkreten Mitarbeiter von mir denken.
00:18:58: Weil der dann schon mit neuen Mitarbeitern wenn es ein Thema gibt zu mir kommt und sagt also Isabel Möchte nur, dass wir uns Gedanken gemacht haben und das es schon mal eine Lösung gibt.
00:19:09: Ob die Sinne ergibt oder nicht ist ihr erst einmal gar nicht so wichtig.
00:19:12: Nur, dass sie sieht da wird praktisch auch von der anderen Seite was reingegeben.
00:19:18: Und das finde ich tatsächlich sehr schön.
00:19:20: Muss sich letztes Mal sehr schmunzeln als er das in einer neuen Mitarbeiterin erklärt hat.
00:19:24: aber es stimmt tatsächlich und tatsächlich auch mit dem Konjunktiv verstehe ich wenn man das so sieht Aber es mit dem Würde wo wir vorhin waren.
00:19:34: Aber es setzt den Mitarbeitern tatsächlich weniger die Pistole auf die Brust.
00:19:40: Deswegen mache ich das ganz bewusst, tatsächlich
00:19:42: so.
00:19:44: Absolut einverstanden und ich glaube da merkt man irgendwann wenn man diese Praktiken diese Ideen dann für sich auch mehr und mehr anwendet Dann hat man irgendwann als Führungskraft auch eine gewisse Idee, bei welchen Menschen kann ich denn jetzt so ein bisschen mehr die Pistole im übertragenen Sinne?
00:20:00: Nehmt niemals irgendeine Knarre in die Hand da draußen.
00:20:02: Aber im Übertragenden Sinne wo kann ich eher weicher agieren?
00:20:07: das wäre für mich der Konjunktiv.
00:20:09: und wo kann Ich vielleicht ein bisschen bestimmter dieses Thema Hilfsbereitschaft untermauern und so von der eigenen Hilfsbereitschaft in die Leute, in die Eigenverantwortung zu bringen.
00:20:23: Und ich glaube damit drehe ich das Ganze auch wieder in Richtung Selbstfürsorge für mich selber wenn ich diese Probleme Schon an mich heran lasse, weil ich möchte diese Probleme ja schon auch irgendwie gelöst haben.
00:20:37: Aber ich nicht derjenige welche bin, der sie am Ende des Tages gelöst bekommen.
00:20:41: jetzt überlegen wir uns mal eine Führungsspanne von zehn Menschen und du hast am Montag alle deine Fix Meetings oder deine one-on-ones alles schön getaktet hintereinander bist am vormittag damit durch sitzt bei der Mittagspause und denkst dir Scheiße, wie kriege ich das denn jetzt alles gelöst?
00:20:59: Soviel Woche hab' ich ja gar nicht mehr und das am Montag Mittag.
00:21:02: Und ich glaube, dass wäre auch meine These... Das ist der Alltag von Führungskräften aktuell!
00:21:11: Und was man auch vergisst ist, wenn man natürlich jedes Problem für die Mitarbeiter löst.
00:21:15: Es ist ja nicht nur für mich selbst versorgen es geht auch um den Mitarbeiter was Selbstwirksamkeit angeht.
00:21:21: Ich meine wie schön ist das denn?
00:21:22: ich meine es kennt jeder von uns Wenn er ein schwieriges problem vielleicht auch selber lösen konnte und dem besten fall dann ab und zu mal Lob kriegt.
00:21:30: also ich mein auch dass Bin ich sehr ein großer freund davon dass man sagt hey gut gemacht.
00:21:36: danke dir
00:21:38: Zum Beispiel, es ist wirklich am Ende des Tages wird aus dem Thema Führung bei mir so gefühlt beobachtet jetzt in den letzten Jahren auf sehr ne Raketenphysik draus gemacht und gefühl während Führungskräfte auch immer eher auf einen Sockel gestellt als alle anderen Mitarbeitenden.
00:21:57: Dann hast du größere Organisation.
00:21:59: Da bist Du immer noch im Spannungsfeld, dass Du selber noch eine Führungskraft hast.
00:22:02: Du musst aber führen!
00:22:03: Das heißt, du bist in so einer Sandwich-Position und auf dich prasselt alles herein wenn wir nicht den richtigen Rahmen setzen.
00:22:10: Und dann versuche ich natürlich als Führerskraft zu funktionieren... ...und dann bediene Ich mich der einfachsten Methodik und dann versuch' ich das Ganze vielleicht sogar um einfach Themen abfüllen gearbeitet zu bekommen.
00:22:22: So nach dem Motto die ganzen Häkchen zu setzen, gelingt es mir dann nicht meine Mitarbeitenden in die Eigenverantwortung zu bringen.
00:22:30: und das ist wirklich kein esoterischer Miss den wir hier jetzt erzählen sondern das is' wirklich reine Führungspraxis.
00:22:37: man macht sich da auf die Dauer selber einfach nur komplett kaputt.
00:22:41: der Gedanke mit anderen Probleme zu lösen oder Probleme generell so lösen ist ja auch im hr umfeld nicht weit weg.
00:22:49: Ja und dieser dieser gedanke probleme lösen zu wollen, is ja auch gut.
00:22:54: also der gibt dir auch eine gewisse richtung vor.
00:22:56: wenn ich keine lust da probleme zu löse brauche ich in die führung gehen so ungefähr ne?
00:23:00: Ich glaube der gedank der gedankelische anchor ist glaube ich immer nur nee ich löst das problemen nicht.
00:23:06: deswegen diese problem-problem lösungs kompetenz dass es für mich eher andere in die Eigenverantwortung zu bringen.
00:23:16: Genau, und auch tatsächlich das ist mir immer auch ein Herzensanliegen zu sagen welche Führungskraft kann ich denn sein?
00:23:24: Und welche vielleicht auch nicht und dann auch Erwartungen abzulehnen weil ich mein jeder der MHR arbeitet kennt die für unterschiedlichen Führungsstiele die es so gibt die klassischen sage ich jetzt mal.
00:23:36: und keiner kann authentisch jede Führerskraft sein Also nicht, wenn er nicht irgendwie was vorspielt.
00:23:42: Und das darf auch so sein.
00:23:43: und zu sagen Naja ich sage jetzt mal in meinem Fall die autoritäre Führungskraft ist nicht meine Kernkompetenz.
00:23:50: Wenn du dir die wünscht ist in Ordnung Bin ich die falsche
00:23:54: für.
00:23:54: Lass uns noch mal den Bogen zum Thema auch Unternehmenskultur bei dir ein Stück weit spannen, weil das Thema Führung ist ja etwas was man durchaus auch mit Leitplanken und Werten durchaus untermauern kann.
00:24:07: Wie habt ihr sozusagen jetzt kommt der Architekt in mir durch?
00:24:11: Also gar nicht so sehr erfachlich als die Führungen sondern wirklich... Wo fällt das bei euch?
00:24:17: Auf welchen Nährboden fällt dieses Thema Führung.
00:24:19: Wir haben schon ein, zwei Dinge rausgehört, dass man bei euch auch sagen kann hey mir geht es heute nicht so gut.
00:24:24: ne ich fühle mich müde Das fällt ja alles auf einen bestimmten Nährboten.
00:24:28: Das heißt die Mitarbeitenden wissen das.
00:24:30: Das Schlagwort für alle HRler da draußen ist das Thema psychologische Sicherheit.
00:24:35: Wie habt ihr das Isabel bei euch Ein Stück weit aufgestellt?
00:24:39: oder war das ist das learning by doing?
00:24:42: Nee, wir haben schon aufgestellt.
00:24:44: Wir haben tatsächlich ... Dadurch dass ich ja eine therapeutische Ausbildung habe und auch für Führungskräfte eine Ausbildung, hab' ich dann angefangen da viel mitzuarbeiten, den Führungskräften auch Fragestellungsarten beizubringen weil man ja offener oder geschlossener fragen kann.
00:25:01: um jetzt mal ganz simpel anzufangen Und wir haben bei uns auch so Tools eingeführt das die Führunkräfte tatsächlich sich auch in einer mehrtägigen Workshop zusammengesetzt haben und gesagt haben, wo wollen wir als Führungskräfte eigentlich der Firma Sorg hin?
00:25:19: Dass es auch so ein Strang ist.
00:25:22: Und nicht auch der eine denkt, wir gehen mal dahin, der andere denkt, Wir gehen mal da hin und mal gucken was raus wird Chaos Prinzip sondern tatsächlich da auch drüber nachzudenken Auch für sich selber Auch an der Stelle und jede Führungskraft hat bei uns das Angebot gekriegt, auch ins Coaching zu gehen.
00:25:39: Bei jemand Dritten um da auch sich Kompetenzen aufzubauen.
00:25:44: Und da wir beobachten dass ich meine es ist ja kein Geheimnis, dass psychologische Themen mehr werden.
00:25:50: in der Gesellschaft brauchen wir nicht so tun als ob's nicht so wäre haben wir bei uns tatsächlich auch einen Psychologen installiert den man anrufen kann und mit ihm Termine machen können und wir bezahlen tatsächlich diesen Termin.
00:26:04: Aber – und da kommen wir wieder in die Verantwortung auch für sich zu übernehmen, der Mitarbeiter muss das in seiner Freizeit machen.
00:26:14: Weil wir sagen, wir übernehmen die Kosten aber von dir muss auch was kommen.
00:26:19: Das empfinde ich nur als fair wenn man das im Vorfeld auch so miteinander als Spielregel vereinbart.
00:26:25: Da gibt es sicherlich Organisationen, die sagen beides.
00:26:27: Wir können das auch während der Arbeitszeit machen.
00:26:29: aber ich finde es durchaus als Gedanken total fair zu sagen hey am Ende des Monats kriegen wir eine Rechnung von XYZ Euro weil wir so einen Service zur Verfügung stellen.
00:26:39: dann muss von dir aber und ich glaube dass ist auch Motivations theoretisch nicht ganz doof, weil wenn das alles irgendwie umsonst ist beispielsweise also im übertragenen Sinne wieder dann wird es nicht so wirklich gemacht.
00:26:52: Da muss ich mir selber auch an die Eisen eigene Nase fassen in dem Moment wo irgendetwas free of charge ist, dann überlegste vielleicht schon je nachdem wie du aufgestellt bist als Persönlichkeit überlegst du ein zweites und drittes mal ob du's wirklich machst oder aber wenn du da einen bei in drin hast nämlich in Form von Zeit Ich glaube, dann ist das Ganze wahrscheinlich am Ende des Tages wirkungsvoller.
00:27:14: Wie wird denn das angenommen bei euch von den Führungskräften und von den Mitarbeitenden?
00:27:18: Also von der Führungsgruppe wurde es ursprünglich sehr gut angenommen.
00:27:23: Bei uns ist jetzt natürlich nicht so dass sich dauernd die Führungenskräfte verändern.
00:27:27: Dadurch ist natürlich so dieses Coaching ein bisschen, die können immer mal wieder Termine machen.
00:27:33: Aber es ist jetzt kaum oder wenig noch vorhanden, sage ich jetzt mal – das machen sie jetzt tatsächlich inzwischen so dass die Führungskräfte für sich eine Meeting gestaltet haben wo sie sich halt treffen wenn sie schwierige Fehler habe und auch miteinander besprechen können.
00:27:47: Dass sie's einfach miteinander tun sozusagen!
00:27:50: Und für die normalen Mitarbeiter mal besser, mal schlechter.
00:27:54: also ich mein verstehe in diese Frage zu gehen.
00:28:00: Ich schaue mich und meine Themen an, dafür braucht es auch
00:28:03: Mut.".
00:28:04: Und manchmal ist man einfach nicht so weit, dann ist das noch nicht an der Zeit!
00:28:08: Ja und ich glaube auch das muss man dann in der Unternehmenskultur auch verankern, also man kann es dann auch wieder.
00:28:14: Und das ist glaube ich eine schöne Brücke zurück zu diesen Hilfe zur Selbsthilfe Gedanken, dass man den Leuten sagt hey okay wenn du jetzt noch nicht so weit bist dann nehmen wir das ganze Thema für uns mal auf Wiedervorlage.
00:28:26: und das kann echt Dauern und es kann auch sein liebe Führungskräfte, dass man in der Person gar keine Rahmen geben kann.
00:28:33: Und dann das Arbeitsverhältnis irgendwann enden muss.
00:28:36: also ich glaube wir müssen noch da eine klare Linie ziehen auch für Führungskräfte.
00:28:40: Also Hilfe zur Selbsthilfe ist das Eine.
00:28:43: Nichtsdestotrotz ist unsere Aufgabe als Führerskraft ja auch zu beobachten wie passt das in den Unternehmenskontext?
00:28:49: Wie kriegen wir unsere Aufgaben auch gemeinsam gelöst?
00:28:53: welche Verantwortung tragen wir hier gemeinsam als Team und wie kriegen das vielleicht nicht gelöst, also ich glaube da auch zum Ende der heutigen Episode den Führungskräften ein Stück weit auch so diesen Anker zu nehmen.
00:29:06: Es muss nicht immer alles komplett gelöst werden in dem Rahmen.
00:29:10: manchmal ist das Umfeld für Mitarbeitende aber auch für Führungskräfte.
00:29:15: Da kommt meine Pinguin Parabel dann gleich noch.
00:29:18: Ist dann vielleicht gar nicht so sehr das Richtige oder?
00:29:21: Also ich bin immer so der Meinung, es geht vor allem für sich selbst an Klarheit zu gewinnen und dann eben auch möglichst immer soweit man kann.
00:29:30: Das soll keine Hundertprozentregel sein mit Klarheit eben auch vorangehen zu können und das ist leider auch nicht immer angenehm.
00:29:37: also man baut natürlich keine Prinzessin Weltbind Einhörnern die springen rum weil es dafür zwei Parteien braucht immer Und man muss auch manchmal so ehrlich zu sich sein, der andere möchte halt nicht mitgehen.
00:29:52: Es ist in Ordnung aber dann braucht es vielleicht auch mal Konsequenzen absolut und auch da sich halt mit sich klar zu sein.
00:29:59: Absolut!
00:29:59: Da sind wir wieder beim Thema Selbstversorgung.
00:30:02: und dann bin ich auch im Thema ... Gibt es das Wort eigentlich Fremdfürsorge?
00:30:09: Wir sagen im Arbeitsvertrag Fürsorge Pflicht.
00:30:12: Ich finde dieses Wort auch ein bisschen zu krass, aber natürlich weiß ich wie's gemeint ist und in einem arbeitsvertraglichen Kontext ist das auch okay.
00:30:19: Natürlich habe ich auf der einen Seite die Pflicht mich um eine Mitarbeitenden zu kümmern Aber genau diese Fürsorgepflicht die hört ja nicht bei der Selbstfürsorge auf.
00:30:28: Das kann ja niemand anders für mich übernehmen.
00:30:30: Und ich glaube dass ist ein ganz ganz cooler Abschluss auch mit einer... kannst du die Pinguin in der Wüste parabel?
00:30:37: oder von Eckart von Hirschhausen, sagt dir das was?
00:30:40: Es sagt mir was aber ich hätte es jetzt nicht mehr zusammengekriegt.
00:30:43: Ich hatte das auch in einem der vorherigen Podcast.
00:30:46: Grüße gehen daraus an den Wolfgang Wolff Hennen.
00:30:49: mit dem habe ich das Thema Führung so ein bisschen eher auf der Metaebene auch mal diskutiert gar nichts Praxis und praktisch orientiert wie bei uns, also ich würde diese Episode hören.
00:30:59: Würde die KI nebenher laufen lassen und würd mir die drei Umsetzungsex direkt mal umsetzen am nächsten Tag ist auf jeden Fall definitiv machbar.
00:31:07: Diese Pinguin Parabel besagt das es nicht immer nur an dir selber liegt sondern dass das Umfeld auch eine ganze Menge bestimmt.
00:31:14: zum Beispiel in den Pinguinen kann seine Stärken seine individuellen Talente in der Wüste nicht einbringen und alle drum zu denken was das denn für'n Paddel ja?
00:31:24: Und dann bist du aber als Pink Green auf einmal irgendwo in der See oder im Meer unterwegs und kannst da deine individuellen Stärken ausbauen.
00:31:33: Jetzt kann man über diese Parabel und auch Eckart von Hirschhausen denken, was man will.
00:31:37: Sie soll aber definitiv anregen dass wenn irgendetwas mit einem Mitarbeiter oder einer Führungskraft nicht funktioniert dass es nicht unbedingt in der Persönlichkeit verortet ist, sondern das Umfeld auch eine ganz entscheidende Rolle spielt.
00:31:54: Nicht umsonst sagt man ja auch so ein Stück weit... Man ist irgendwie so der Durchschnitt der fünf Menschen mit dem man sich am meisten umgibt und solche Ideen gibt's dann ja auch durchaus!
00:32:04: Und auch da is'n Stück weit was dran.
00:32:07: Man muss aus meiner Sicht immer für sich in den Kontext einordnen und nie zu absolutistisch sehen.
00:32:14: funktioniert es auch mit Selbstfürsorge in der Führung.
00:32:18: Wenn nicht ein tolles Nachschluss so, genau so!
00:32:20: Dann lassen wir das an dieser Stelle so stehen.
00:32:22: ich bedanke mich für deine Zeit für den coolen wirklich sehr praxisorientierten Austausch Isabel.
00:32:27: Ich glaube so oder so ähnlich hatten wir uns das auch in unserem Vorgespräch vorgestellt.
00:32:31: ja.
00:32:33: Da draußen, nächste Woche geht es im Jahr Club-Podcast natürlich wieder weiter.
00:32:37: Aber jetzt wäre ich erstmal dran zu schauen wer ist eigentlich Isabel Sorg wirklich?
00:32:41: Das haben wir in der Intro und Anmoderation schon gehört, wer du bist.
00:32:44: aber auf jeden Fall diese Praxisorientierung.
00:32:47: ganz großen Dank an dich und hoffentlich auf bald!
00:32:51: Danke da draußen, tschau!
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