Ohne mich läuft hier nichts: warum dieser Satz Führungsversagen ist | Anna-Katharina Börke
Shownotes
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Solange alles läuft, sieht jede Führung gut aus. Stabile Prozesse, klare Strukturen, eingespielte Abläufe. Das sagt nur nichts darüber, ob überhaupt geführt wird. Erst wenn Informationen fehlen, Entscheidungen unter Zeitdruck fallen und Menschen unsicher werden, zeigt sich der Unterschied.
Gemeinsam mit Anna-Katharina Börke spreche ich darüber, was in genau diesem Moment sichtbar wird. Anna-Katharina war 18 Jahre bei der Bundeswehr, zwei Auslandseinsätze, mit 24 hat sie 135 Soldaten geführt. Heute begleitet sie Geschäftsführende und Führungsteams im Mittelstand durch Krisen und Konflikte.
Sie benennt dabei etwas, das in vielen Unternehmen als Auszeichnung gilt: den Geschäftsführer, der in der Krise alles rettet. Ihre Einordnung dazu ist unbequem und sitzt.
Danach wird es praktisch. Wir reden über die drei Krisentypen, die in einer Geschäftsführung nebeneinander sitzen. Über die Rollen, die vorher geklärt sein müssen und ersetzbar sein müssen. Und über die Frage, woran du selbst merkst, dass dein Führungssystem nicht trägt.
💬 Zentrale Botschaft: „Wenn eine Führungskraft nicht führt, ist es nicht mehr als nur Verwalten."
Kernaussagen:
1. Wer sich als Held der Krise rühmt, hat vorher die eigene Führungsmannschaft handlungsunfähig gemacht. Diese Führungskräfte erreichen die Kunden nicht, treffen keine Entscheidungen und kennen die Prozesse nicht, weil Macht und Kontrolle oben geblieben sind. Der Flaschenhals ist kein Zufall, er ist ein Ergebnis.
2. Rollen müssen vor der Krise geklärt sein und sie müssen ersetzbar sein. Im Einsatz ist selbstverständlich, dass eine Führungskraft ausfällt und jemand anderes übernimmt. In Unternehmen hängt oft alles an einer Person, und niemand hält das für ein Risiko.
3. Nur weil ich meinen Führungsstil gut finde, erreiche ich damit vielleicht fünf von zehn Mitarbeitenden. Die anderen fünf brauchen eine andere Kommunikation und eine andere Feedbackkultur. Genau dort entscheidet sich, ob ein Team unter Druck stabil bleibt.
Die drei Warnsignale aus der Folge:
Der Geschäftsführer zieht sich ins Operative zurück und kontrolliert Kleinigkeiten.
Die zweite Führungsebene holt sich für alles wieder Entscheidungen von oben.
Der Geschäftsführer schläft schlecht, spürt die Last des ganzen Unternehmens und kommt nicht mehr zum strategischen Arbeiten.
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Kapitel:
00:00 Druck engt ein: warum fünf von zehn dich nicht erreichen
00:56 Intro: Ja klaHR mit Stefan Berndt
02:23 Der Gast: Anna-Katharina Börke, Krisenberaterin
02:45 Ist die Krise der ehrlichste Führungstest?
03:38 Wenn eine Führungskraft nicht führt, ist es nur Verwalten
04:13 Das Präventionsparadoxon: keiner ruft vorher an
06:38 Was Druck mit uns macht: der Blick wird eng
08:21 Drei Geschäftsführer, drei Krisentypen
09:38 Vom Chaos zur Klarheit: Sprachanalyse und acht Coaching-Einheiten
11:03 Der Geschäftsführer-Flaschenhals
11:46 Fake-Helden: wer in der Krise glänzt, hat vorher versagt
12:11 Partner-Hinweis: Leapsome
13:25 Ohne mich läuft hier nichts: Organisations- und Führungsversagen
15:01 Welche Rollen im Ernstfall geklärt sein müssen
17:37 Bundeswehr: Rollen müssen vorher klar und ersetzbar sein
18:29 Was Auslandseinsätze über Führung lehren, was kein Seminar lehrt
19:38 Diversität ist der Resilienzfaktor
20:02 Fünf von zehn: dein Führungsstil erreicht nur die Hälfte
20:46 Kein Wissensproblem, ein Umsetzungsproblem
23:30 Die Echokammer kaputt machen
25:55 Ego durchdrücken ist Selbstführung, nicht Menschenführung
27:18 Woran du merkst, dass dein Führungssystem nicht trägt
29:19 Gute Führung macht sich überflüssig
30:43 Warum nach der Krise alles wieder zurückfällt
33:48 Autopilot: der Appell zum Schluss
Dein Call to Action!
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00:00:00: Nur weil ich etwas gut finde, als Führungskraftwie führe wie ich bin.
00:00:03: Weil ich denke, ich hole sie alle ab kann das vielleicht fünf von zehn Mitarbeitenden quasi betreffen?
00:00:09: Aber was ist mit den anderen fünf?
00:00:10: eigentlich hat eine Krise unwahrscheinlich viel Potenzial zur Entwicklung?
00:00:14: Weil man da ja sieht okay Das funktioniert nicht.
00:00:17: Wie können wir uns weiterentwickeln?
00:00:18: und viele reagieren tatsächlich erst auf Krisen in denen Sie mal hingucken.
00:00:22: Okay Wir haben jetzt die letzten fünf Jahre zum Beispiel unsere Prozesse nicht angepasst.
00:00:26: Warum ist es so wenn
00:00:27: der Druck tatsächlich steigt?
00:00:29: Es passiert da eigentlich mit uns, wenn wirklich auf einmal von jetzt auf gleich so richtig Druck unterm Kessel
00:00:35: ist.
00:00:35: Im Endeffekt ist es einfach, Druck steigt und wir engen uns selber ein damit.
00:00:41: Das heißt, wir eng unseren Blick ein.
00:00:43: Wir sehen wahrscheinlich auch nicht mehr die Realität und entsprechend werden wir weniger resilient und weniger flexibel dadurch.
00:00:56: Hallo und herzlich Willkommen zum Podcast.
00:00:58: Ja klar, mein Name ist Stefan Berndt und ich bin nicht nur Experte für Personalmanagement und Führung
00:01:04: sondern auch der
00:01:05: HR-Architekt!
00:01:07: Führungen sind leicht so lange alles läuft, solange Entscheidungen überschaubar sind Konflikte nicht eskalieren Und der Druck beherrschbar bleibt.
00:01:15: Aber was passiert, wenn genau das nicht mehr der Fall ist?
00:01:19: Wenn so Unsicherheit zunimmt, die Zusammenarbeit im Führungsteam brüchig wird und plötzlich jede Entscheidung schwerer wiegt!
00:01:25: Mein heutiger Gast kennt solche Situationen nicht nur aus der Theorie – sie begleitet geschäftsführende und Führungsteams in mittelständischen Unternehmen, wenn Druck, Konflikte oder Krisen die Zusammenbeit belasten.
00:01:38: Sie verbindet achtzehn Jahre Führungen bei der Bundeswehr mit Wirtschaftsmediation, Sportpsychologie und fundierter Beratungspraxis.
00:01:49: Im Fokus liegt darauf, Führungssysteme zu stabilisieren, Konflikte frühzeitig zu klären und auch in unübersichtlichen Lagen handlungsfähig zu bleiben.
00:01:58: Dabei geht es ihr nicht um kurzfristige Motivation oder Durchhalteparoden sondern um klare Verantwortung psychologische Sicherheit belastbare Kommunikationen und Entscheidungen die auch unter Druck tragen Und um eine zentrale Frage.
00:02:12: Wie gelingt es, Führung so aufzustellen dass nicht die gesamte Last eines Unternehmens auf den Schultern der Geschäftsführung liegt sondern ein Führungsstab entsteht, der gemeinsam Verantwortung übernimmt?
00:02:23: Heute bei ja klar Podcast herzlich willkommen Anna Katharina Börke.
00:02:28: Anna Katharina, du sagst Führung wird dann sichtbar wenn die Lage unklar wird.
00:02:33: Ist eine Krise deshalb der ehrlichste Führungstest?
00:02:36: weil sie schonungslos zeigt wer wirklich führt und wer in guten Zeiten eigentlich nur verwaltet hat?
00:02:45: Ach da bringst du schon relativ viele Fakten eigentlich mit.
00:02:49: allein in dieser Frage rein und ich kann es kurz und knapp mit ja beantworten denn ich sehe es auch immer wieder stabile Zeiten können Viele Unternehmen einfach durch stabile Prozesse, klare Strukturen oder auch irgendwie eingespielte Abläufe hinbekommen.
00:03:06: Aber es sagt wirklich wenig darüber aus wie gut Führung wirklich dort ist und ob sie auch tatsächlich funktioniert.
00:03:13: Weil wenn Unsicherheiten entstehen und Führung, Orientierung geben muss wird dann klar was zum Beispiel der Geschäftsführer oder andere Führungskräfte da tatsächlich tun.
00:03:24: Und wenn dann irgendwann Informationen fehlen oder Entscheidungen irgendwie unter Zeitdruck generiert werden müssen und natürlich auch Menschen verständlicherweise unsicher werden, dann reicht meistens dieses Verwalten nicht aus.
00:03:39: Wenn wir ehrlich sind... Wenn eine Führungskraft nicht führt, ist es nicht mehr als nur verwalten.
00:03:45: Da wir ja hier unter vier Augen sind kann ich auch ehrlich sein.
00:03:48: die meisten melden sich erst dann wenn quasi die Krise schon da ist und ich weiß ja nicht wie das bei dir ist aber bei mir kommen selten Anfragen präventiv rein
00:03:58: d.h.,
00:03:59: die warten immer.
00:04:00: erst
00:04:01: Und dann ist die Krise da und ich muss zwar zugeben, ich liebe Krisen.
00:04:04: Ich lieb es auch dort reinzugehen.
00:04:06: Aber präventiv ist es einfach viel leichter anzugehen und bringt dem Unternehmen deutlich mehr.
00:04:13: Das ist das total Paradox.
00:04:15: Da gibt's sogar ein Worlding dafür, das nennt sich Präventionsparadoxon.
00:04:18: Es kommt jetzt weniger aus der Führung, sondern mehr im Gesundheitssektor.
00:04:21: Wenn ich mit Menschen zum Thema Gesundheit im HR spreche, dann heißt es immer so ganz schnell Naja, gut.
00:04:27: Aber das war ja klar, dass das jetzt so kommt.
00:04:30: Also wenn man präventiv auf einmal unterwegs ist dann werden die Themen, die vorher vielleicht wirklich richtig schlecht waren gar nicht mehr als so schlecht angesehen.
00:04:39: deswegen ist eine Krise.
00:04:40: oder Rudi Assauer hat mal gesagt Wenn der Schneeschmilz sieht man wo die Kacke liegt.
00:04:45: so ungefähr habe ich glaube ich jetzt in diesem Podcast nicht nur in unserem sondern auch in anderen schon schon mehrfach den Rudi zitiert.
00:04:52: Dann kommen wir quasi ins Spiel.
00:04:54: Ich mag das auch und um deine Frage zu beantworten an der Katharina, das ist bei mir recht ähnlich so.
00:05:01: Also wenn es irgendwie alles frutti ist und gut läuft dann wird selten jemand gerufen um mal irgendwie Strukturen und Prozesse gerade zurück.
00:05:11: Ja, das stimmt.
00:05:13: Das Problem ist halt dann nur dass gerade bei den Mitarbeitern und vor allen Dingen bei der Geschäftsführung meist die Kapazitäten dann fehlen.
00:05:21: Vor allen Dingen auch so die Emotionen, die dann diese klare Ruhe mitbringen könnten, dass man einfach Prozesse beziehungsweise überhaupt eine Reflexion entspannter anstoßen kann.
00:05:33: Und das finde ich dann immer ein bisschen schade weil dann Raum und vor allem Zeitfühl fehlt.
00:05:41: Aber letztendlich muss es natürlich gemacht werden, aber in dem Präventivbereich kann man halt wirklich mal gucken.
00:05:47: Okay was führt eigentlich zu dieser Krise?
00:05:50: oder wie führe ich in einer Krise?
00:05:53: Und das ist das, was ich zum Beispiel am liebsten er arbeite.
00:05:56: Was bin ich eigentlich für ein Krisentyp?
00:05:58: Wie kommuniziere ich eigentlich?
00:06:00: Da gibt's ja die Kommunikation wenns zB ruhig isst und dann gibts die Kommunikation wenns stressig wird und manche ziehen sich zurück, manche werden laut.
00:06:10: Da gibt es sehr unterschiedliche Sachen und ich weiß nicht, ob du schon mal mit einem Sprachanalysatur zum Beispiel zusammengearbeitet hast.
00:06:16: Das mache ich dann z.B.
00:06:18: Und das ist wirklich extrem!
00:06:21: Also da sieht man schwarz auf weiß wie viel Empathie darin ist, wie viele Professionalität und je mehr oder weniger manches ausgeprägt ist, dass so eher spiegelt sich das in der Krise wieder.
00:06:32: also das ist nicht nur ein Spiegel meiner Führung sondern allgemein mich als Mensch.
00:06:38: Wenn der Druck steigt gehen wir mal in so eine Krise rein, weil das ist ja auch das was du eigentlich tagtäglich dann auch mit deinen Kunden und den Interessenten zum Thema Führung zusammenarbeitest.
00:06:49: Also wenn der Druck tatsächlich steigt... Was passiert da eigentlich mit uns?
00:06:57: Keine Ahnung auf einer bio-physischen Metaebene mit uns, wenn wirklich von jetzt auf gleich so richtig Druck unterm Kessel ist!
00:07:07: Okay, also machen wir es mal vielleicht nicht ganz so wissenschaftlich aber im Endeffekt ist es einfach Druck steigt und Wir engen uns selber ein damit.
00:07:17: Also Der Körper ist ja dafür da, dass er überlebt.
00:07:20: Und genau das macht er dann in solchen Druck- und vor allem Krisensituationen.
00:07:25: Ich glaube jeder von uns kennt es vom Sport vor allen Dingen.
00:07:28: Je intensiver die Belastung ist, desto weniger sind wir eigentlich fähig noch zu zählen.
00:07:33: Geschweige denn irgendwie zu rechnen?
00:07:35: Also da habe ich schon so manche Spiechen gemacht.
00:07:38: Ich bin ja auch Sportswissenschaftlerin und da mache ich mir immer ein bisschen meine Speße, da auch so ein bisschen die kognitiven Prozesse anzuriegen nicht mehr so wirklich.
00:07:48: Das heißt, wir eng unseren Blick ein.
00:07:51: Wir sehen wahrscheinlich auch nicht mehr die Realität.
00:07:54: Wir können nicht gucken ob wir lieber Option A B C D E F sehen sondern wir nehmen meistens die Option die quasi bei uns am besten abgespeichert ist Und das kann immer dieselbe sein.
00:08:06: Das können immer die gleichen Fehler sein, das können immer optimalen Weges sein vielleicht auch aber im Endeffekt passiert genau das.
00:08:12: wir eng uns ein und entsprechend werden wir weniger resilient und weniger flexibel dadurch.
00:08:20: was Begegnest du heute oder was begegnest Du dann bei deinen Klienten häufiger?
00:08:24: dass Menschen in so einer Krisensituation eher kontrollieren werden?
00:08:27: Oder eher dominieren?
00:08:28: da kann man das gar nicht irgendwie zusammenfassen.
00:08:32: Ach, das ist tatsächlich sehr unterschiedlich.
00:08:36: Also ich arbeite ja mit verschiedensten Geschäftsführern zusammen und oft ist es auch so dass man zum Beispiel zwei oder drei Geschäftsführer in der Position hat und dann kann man zb bei diesen drei Geschäftspführenden völlig unterschiedliche Krisentypen- und Kommunikationsarten sehen.
00:08:52: Auf der einen Seite, das war ganz witzig hatte ich ein Geschäftsfuhrer laut wird, der auch aggressiv wird und impulsiv.
00:09:01: Weil er sich vielleicht nicht so gehört und gesehen fühlt.
00:09:04: Und auf der anderen Seite hatte man jemand, der ganz viel aktiv wird.
00:09:08: Viel Imposives tut, viele Entscheidungen trifft aber nichts bis zum Ende dann wirklich umsetzt.
00:09:14: Das ist auch dem Endeffekt im Unternehmen die nicht.
00:09:16: Dann hat es da auf der einen Seite, wie man passiv-aggressiv ist... ...und auf der andern Seite jemanden, der wirklich sehr still einfach nur abarbeitet tausend Sachen anstößt und dann gar nichts vorwärts kommt.
00:09:27: Und die dritte Person war jemand, der sich gar nicht so wirklich durchsetzen konnte und er war für die Zahlen zuständig.
00:09:34: Dann war natürlich das Chaos noch größer als vorher schon.
00:09:38: Wie konntest du in dem Beispiel zu bleiben?
00:09:42: Wie konnest du aus Chaos Klarheit bringen?
00:09:45: Wie hast du das hinbekommen mit den drei Geschäftsführenden?
00:09:49: Das Gute bei denen war... alle drei sich tatsächlich wirklich sehr gut darauf eingelassen haben.
00:09:55: Ich habe mit, also da hab ich zum Beispiel mit dem Sprachanalyse-Tool gearbeitet und dann natürlich einmal darüber gearbeitet wie sie sich selber sehen.
00:10:06: Also viel mit Selbstreflektion, Fremdreflexion und da sind wir step by step reingegangen.
00:10:13: Da hab ich tatsächlich ein Geschäftsführer Coaching entwickelt über acht Einheit.
00:10:18: mal das damals und dann haben wir sukzessiv daran gearbeitet.
00:10:22: was passiert eigentlich Person abc.
00:10:25: Und dann auch mal gezeigt okay ja Geschäftsführer A muss bei B und C, dann dementsprechend mit den einzelnen Sachen rechnen.
00:10:33: Krisensituationen und es ist dir dann viel schöner zu verstehen wenn Person b so reagiert ok der befindet sich unter Druck der befinden sich unter Stress.
00:10:42: ich muss dafür das und dass tun damit dann im Endeffekt der Mensch auch wirklich weit verhandlungsfähig ist und genau dieses Kennenlernen der einzelnen Personen, vor allem einer selbst.
00:10:53: Dann kann man ja viel besser auf solche Momente reagieren oder gegenreagieren damit man wirklich flexibel bleibt was ja extrem essentiell ist in der Krise.
00:11:03: Du sprichst auch immer vom Geschäftsführer Flaschenhals also das Thema Verantwortungsbewusstsein als Problem.
00:11:11: Warum landet in einer Krisensituation eigentlich trotzdem alles wieder ganz oben in der Nahrungskette?
00:11:18: Das landet nur dort ganz oben in der Nahrungskette, wenn vorher die Strukturen nicht da waren.
00:11:24: Also wenn Führung nicht wirklich aufgebaut wurde – auf tragende Resiliente-Strukturen.
00:11:32: und es gibt sogar Geschäftsführende, die sich dann dafür rühmen, dass sie wirklich der Held in einer Krise waren wie da Kunde XY abgefangen haben Super sind in jeder Krise.
00:11:46: Was sind aber alles so eine Fake-Helden?
00:11:48: Weil im Endeffekt haben sie ihre eigenen Führungskräfte dazu erzogen, dass die Handlungsunfähig sind in jede Situation weil Sie die Kunden nicht erreichen, weil Sie Entscheidungen nicht treffen können, weil sie nicht in den Prozesse eingearbeitet sind.
00:12:00: und das ist quasi wieder der Spiegel, dass dieser Flaschen halt da ist.
00:12:05: und genau das ist es im Ende.
00:12:07: also das ist nicht unbedingt vom Vorteil ein Krisenheld zu sein.
00:12:12: Die heutige Episode wird ihr präsentiert von Liebsam, der HR-Plattform für leistungsstarke Teams.
00:12:17: Die meisten Unternehmen treffen ihre wichtigsten Personalentscheidungen – wer befördert wird, wer Unterstützung braucht oder wen sie als nächstes so einstellen auf Basis miserabler Daten!
00:12:27: Nicht weil sie es nicht besser machen wollen, sondern weil die relevanten Informationen über verschiedenste Systeme verteilt sind.
00:12:34: Recruiting hier, Performance da und Mitarbeiter Feedback wieder ganz woanders!
00:12:39: Liebsam ist die einzige KI-gestützte HR Plattform die dabei hilft deine Talentdichte im Unternehmen zu erhöhen.
00:12:46: Liebsam verbindet den gesamten Employee-Lifecycle auf einer KI gestützten Plattform, vom ersten Bewerbungsgespräch über Entwicklung und Performance bis hin zur Vergütung – jetzt geht liebsam noch einen Schritt weiter!
00:12:58: Mit liebsamer Recruiting beginnt diese Datenbasis nicht am ersten Arbeitstag sondern bereits im Recruitting.
00:13:04: Die Erkenntnisse aus dem Auswahlprozess bleiben erhalten und bilden die Grundlage für fundierte Personalentscheidungen.
00:13:12: Krutik befindet sich aktuell im Early Access.
00:13:15: Wenn ihr euch das anschauen möchtet, findet ihr die Warteliste unter leapsum.com oder einfach über den Link in den Shownotes.
00:13:22: und jetzt zurück in unsere Episode!
00:13:25: Also da draußen schon mal der Heck des Tages.
00:13:27: wenn euch der Geschäftsführer oder auch die Geschäftsführerin sagt ohne mich läuft hier nichts dann bitte einmal schreien zur Anakatarina rennen oder zu mir weil das ist doch vielleicht ein bisschen provokant gesagt, Anna Katharina.
00:13:42: Aber das ist doch dann schon wirklich Organisationsversagen oder?
00:13:46: Ja also das ist nicht nur Organisations- versagen es auch Führungsversagen aus meiner Perspektive weil im Endeffekt was macht derjenige welche oder diejenige Macht behalten Kontrolle behalten über jeden Prozess, vor allen Dingen über die Prozesse, die im Endeffekt das Unternehmen schützen sollen.
00:14:06: Ja aber am Ende bleibt man dann halt alleine und macht sein Unternehmen dann tatsächlich handlungsunfähig.
00:14:13: und es ist kein Wunder dass da so eine Krise echt schwer zu überstehen ist.
00:14:16: und eigentlich hat ne Krise unwahrscheinlich viel Potenzial zur Entwicklung weil man da ja sieht, okay das funktioniert nicht.
00:14:23: Wie können wir uns weiterentwickeln?
00:14:25: und viele reagieren tatsächlich erst auf Krisen in denen sie mal hingucken?
00:14:29: Okay!
00:14:29: Wir haben jetzt die letzten fünf Jahre zum Beispiel unsere Prozesse nicht angepasst.
00:14:33: Warum ist es so?
00:14:34: Wo geben wir Geld aus wo gar kein Geld hingehört?
00:14:39: Ich glaube, da erinnern wir uns sehr, dass wir beide nicht so diesen Patriarcharchen wollen oder diesen heroischen Einzelkämpfer.
00:14:45: Wo dann wirklich der oder die jene gesagt ohne mich läuft hier nichts?
00:14:49: Die kommen eh alle immer für mich und sich damit auch rühmt und riskiert sondern eher so ein handlungsfähigen Führungsstab oder eine handlungsfähige Führungsmannschaft.
00:14:59: Ja.
00:15:01: Wo sind da die größten Unterschiede?
00:15:03: also welche Rollen müssen für den Ernstfall wirklich geklärt sein?
00:15:08: Also es gibt unterschiedliche Rollen.
00:15:11: Aus meiner Perspektive muss der Geschäftsführende weiter die Geschäfte führen, das heißt er darf gar nicht in diesen operativen Bereich zurückgehen sondern irgendjemand muss die geschäfte weiterführen und die Führungsebene darunter muss genau wissen was dann zu tun ist.
00:15:28: wir müssen verstehen wer spricht mit unseren Kunden Wer informiert die?
00:15:33: Was brauchen sie?
00:15:34: Muss schon vorher klar sein Vor allen Dingen, welche Auswirkungen hat das für diese Kunden?
00:15:40: Dann jemand der vor allem mit den einzelnen Mitarbeitenden spricht.
00:15:43: Okay wir haben diese Situation.
00:15:45: was brauchen wir in den nächsten drei Wochen vier Wochen Monaten damit unsere Krise da wirklich auch angegangen werden kann?
00:15:53: und dann muss natürlich jede einzelne Führungskraft in ihrem Bereich verstehen okay ich habe die Krise.
00:16:00: Was muss ich jetzt umsetzen, damit wir dort wirklich auch handlungsfähig bleiben?
00:16:05: Weil wenn der Großkunde wegbricht was ja oft zum Beispiel in IT-Unternehmen oder ähnliches dann da ist und das sehr einzige Kunde war, die ganze Personalverwaltung dann quasi auch mit abdeckt rein finanziell schon.
00:16:20: Da musste echt etwas passieren und da muss einfach jeder verstehen, was dann Gang und Gebe ist.
00:16:26: Und da reicht eine Checkliste wie ich sie manchmal so sehe, die man dann irgendwo runterladen kann.
00:16:31: Nicht wirklich aus, weil im Ende fühlen halt die Menschen und nicht irgendwelche Checklisten oder irgendwelcher Zertifikate.
00:16:40: Und dann sind wir über bei dem was du eingangs gesagt hast.
00:16:43: im Idealfall machen wir aber genauso eine Rollenklärung vorab Nicht in dem Moment, wo die Krise dann tatsächlich auch stattfindet.
00:16:52: Weil dann wird es ja ungemein schwieriger weil Emotionen ja normalerweise jede Sachlichkeit auch überlagern und dann in aller Regel keine, ich sag mal im Sinne der Organisation guten Entscheidungen getroffen werden sondern man sich auf das verlässt quasi.
00:17:10: oder ist der Zufall so wild?
00:17:12: Das ist doch wieder der CEO oder die CEO macht
00:17:16: Ja, ganz genau.
00:17:17: Also da geht es ja allein schon darum wenn ich Kontakt zum Kunden halte wer ist da mein Ansprechpartner?
00:17:24: Ist das unbedingt immer die Geschäftsführung?
00:17:26: oder ist es eher keine Ahnung, wer das Hate-Bereich oder ähnliches?
00:17:30: und ich finde es ganz wichtig was du gerade gesagt hattest Die Rollen müssen vorher klar sein damit sie dann später tragen können weil im Endeffekt enge ich mich halt extrem ein.
00:17:42: Als Beispiel, ich war ja bei der Bundeswehr oder bin es zum Teil immer noch und da haben wir vorher sehr klare Rollen verteilt.
00:17:51: Und die Rollen müssen aber auch ersetzbar sein.
00:17:54: Was ist wenn die eine Führungskraft ausfällt irgendwo im Einsatz unter Belastungen oder ähnliches?
00:18:02: Wenn man das jetzt mal überträgt auf dem Unternehmen wo der Geschäftshöre der zentrale Punkt ist dann würden die da im Einsatzland unter Hochbelastung total blind rumlaufen.
00:18:11: Ja, das würde niemand tun.
00:18:13: Aber was dort logisch ist in der Wirtschaft ganz oft gar nicht relevant oder wird gar nicht gesehen weil da Macht Geld oder Ähnliches oder einfach auch die Unwissenheit eine ganz große Rolle spielt dass man da gar nicht rangeht.
00:18:28: ja
00:18:29: Du hast jetzt schon selber angesprochen dass du bei der Bundeswehr unterwegs bist dort auch wirklich viele Jahre auch Erführungserfahrung sammeln dürftest ne?
00:18:36: Was selbst den Auslands einsetzen unterwegs?
00:18:39: Was hast du dort über Führung gelernt, was meine Zuhörenden und auch ich in keinem Leadership Seminar wirklich vermittelt bekommen?
00:18:49: Ohne jetzt wirklich jedes Leadership Seminare über einen Kamm scheren zu wollen.
00:18:52: Aber ich glaube, du weißt, worauf ich hinaus will!
00:18:55: Was man im Keinen lernt, das ist natürlich schwierig zu sagen.
00:19:00: Ich kann aber davon sprechen.
00:19:02: also ich habe natürlich die normale Führungsausbildung genießen dürfen und dachte nach einer langen Ausbildungszeit okay ich komme in die Truppe ich hab dann natürlich die ganzen Kenntnisse wie man es eigentlich umsetzt und macht und tut.
00:19:17: Als ich dann relativ früh dann direkt hundert und dreißig Soldaten führen durfte, ich glaube da war ich vierundzwanzig, durfte ich sehr schnell sehen dass Theorie und Praxis mehr als nur weit auseinander liegen.
00:19:30: Natürlich kann man das theoretische dort anwenden aber die Erfahrung machen es am Ende aus und vor allen Dingen die Vielfalt der Menschen.
00:19:38: also diese Diversität war früher irgendwie so ein bisschen Schimpfwurz, wir brauchen diverse Unternehmen beziehungsweise auch Gruppen und Teams.
00:19:47: Aber am Ende macht es wirklich die Stabilität aus und das ist eigentlich das was ich mitgeben wollen würde Förderung von Diversität weil das am Ende die Resilienz ausmacht.
00:19:58: Und was ich in meinem ersten Auslandseinsatz so mitnehmen konnte und durfte nur weil Ich etwas gut finde als Führungskraft wie führe wie ich bin Weil ich denke ich holt sie alle ab kann das vielleicht fünf von zehn Soldaten damals oder Mitarbeitenden betreffen.
00:20:16: Aber was ist mit den anderen fünf?
00:20:17: Die brauchen eine andere Kommunikation, eine andere Feedback-Kultur oder ähnliches und dieses Individuelle ist aus meiner Perspektive also der Faktor Mensch extrem wichtig und den kann man in einem Seminar theoretisch mitbringen und beigebracht bekommen.
00:20:35: aber im Endeffekt ist es genau dass guckt euch eure Mitarbeitung an, hört zu.
00:20:40: Was brauchen Sie?
00:20:41: Was sind deren Bedürfnisse?
00:20:42: und dann kann man vielleicht auch mal gucken wie führe ich diesen Menschen eigentlich?
00:20:47: Das was du gerade erzählst Anna Katharina auch deine Beispielberichte aus deiner Zeit bei der Bundeswehr oder auch in den Auslandseinsätzen ist ja sozusagen Wasser auf meinen.
00:20:56: Wir haben kein Wissens sondern wir haben ein Umsetzungsproblem.
00:21:00: Mühlen.
00:21:01: Warum und Du bist jetzt auch schon in der freien Wirtschaft unterwegs warum ist es so verdammt schwierig sinnvolle Führungskonzepte oder generell Menschlichkeit in der Führungen, ja in Organisationen reinzubringen.
00:21:17: Was läuft da schief?
00:21:18: beziehungsweise warum rennen du und ich da auch nicht unbedingt immer offene Türen beim Thema Führer ein?
00:21:25: Die Frage zu Beantworten ist natürlich nicht so einfach.
00:21:29: zum einen Teil denke ich das es einem demzuschulden wie unsere Vergangenheit war alles über den Hals brechen, Hauptsache aktiv.
00:21:37: Wir arbeiten Dinge tun keinen Mucksagen und der Mensch war einfach eine Nummer im System.
00:21:43: Ja
00:21:44: genau ist einfach eine Ressource gewesen und auf der anderen Seite hat das ja am Ende auch was damit zu tun dass man anfängt sich selber zu reflektieren und ich finde das nicht nur als Führungskraft sondern auch als Mensch.
00:21:56: und wie viele Menschen kennst du denn die gerne Fehler zu geben, die Schwächen zu geben.
00:22:01: Die etwas zugeben wo man sich entwickeln möchte?
00:22:05: und ganz ehrlich bei mir melden sich hauptsächlich Männer erstmal natürlich aber hauptsächlich die Menschen die sich eh schon reflektieren, die sich entwickeln wollen, die für ihre Mitarbeiter was machen wollen oder Mitarbeiterinnen und das sind nicht diejenigen wie du gerade eben so schön beschrieben hast Strukturen vorherrschen wo das nicht relevant ist.
00:22:29: Ja und da haben wir jetzt schon die zweite Verbindung auch wieder in den Gesundheitswahnsinn rein, weil es ist wenn ich mit Menschen oder mit Gesundheitsexperten spreche egal ob die jetzt bei ihnen eine Gesundheitskasse organisiert sind.
00:22:40: Oder als Freiberufler, als Speaker unterwegs sind.
00:22:43: Ich habe da so ein paar im Netzwerk die sagen mir immer Betriebliches Gesundheitsmärkte macht total Sinn.
00:22:50: Aber das, was wir beobachten ist, dass es nie da hingelangt, wo's eigentlich hingehört.
00:22:55: Und das is Erwin-Fünfzig stark übergewichtig!
00:22:59: Da müssten die Maßnahmen greifen weil da hätten wir die größte Wirkung.
00:23:02: aber die, die eh schon sportlich unterwegs sind beispielsweise Stefan Vierzig ja also natürlich Quatsch jetzt Ja, aber die machen das dann auch noch zusätzlich mit.
00:23:13: Und deswegen wundert mich die Einschätzung nicht, dass sich bei dir dann auch eher geschäftsführende Mälden, die das Thema eh schon so ein bisschen auf der Pfanne haben.
00:23:21: Aber wie kriegen wir denn die anderen?
00:23:23: Hast du da irgendwie einen Geheimmittel, einen Rezept oder sollten wir die einfach links liegen lassen?
00:23:30: Also wenn, sollten wir sie nicht links liegenlassen sondern das machen Sie ja selber von sich aus, wer das machen möchte.
00:23:37: sehr gerne aber im Endeffekt ketsche ich sie meistens mit ihrem Ego dass ich dann dementsprechend auch mal eins, zwei Fragen stelle die vielleicht nicht so angenehm sind.
00:23:50: Wie du vorhin schon zum Beispiel gesagt hattest mit diesem Flaschenhals.
00:23:53: wenn denn die Krise da ist und sie sich rühmen mit ihrem Heldentum im Krisenmoment frage ich dann tatsächlich auch oft was es einem bringt in der Krise so diese Drehenangeltpunkt zu sein und was das eigentlich überhaupt mit Führung zu tun hat.
00:24:07: weil im Endeffekt Nennen sie sich ja Geschäftsführende und eigentlich hat das ja nichts damit zu tun.
00:24:14: Und über dieses also ich weiß nicht ob du es kennst diese Echokammer in der Echocammer kann man sicher total geil reflektieren, und dass macht man immer so mit sich selber oder mit Menschen die sich genauso im Denken verhalten.
00:24:28: und dann denkt man wir sind alle super alle toll.
00:24:31: aber sobald mal jemand kommt und sagt hey mach mal, guck mal dahin wo es vielleicht auch weh tut und dann fängt halt die erste Reflektion an.
00:24:41: Und ich bin tatsächlich gerne diejenige die diese Echo-Kammer mal kaputt macht.
00:24:48: Also eine Echo-kammer ist ja auch nichts anderes als ein gedanklicher Raum würde ich jetzt mal sagen und jetzt bin ich ja auch als älter Architekt unterwegs und spreche auch immer gerne von Räumen aber genau das wäre auch ein Raum dieser Echo-kamer.
00:25:02: Ja, würd ich die Wände würde ich aber von Beginn an runterreißen.
00:25:06: Diesen Raum wird's bei mir auch mit Geschäftsführenden gar nicht so wirklich geben weil das was dann da passiert ist ja immer nur einzahlen auf das was ich selber hören will und es hat ja mit Selbstreflektion dann rein gar nichts zu tun.
00:25:20: und klar jede Krise oder wenn man von außen drauf schaut irgendein Helden braucht es am Ende des Tages immer.
00:25:27: Also sonst würden diese hellen Geschichten halt nicht aufgehen.
00:25:30: Da sind wir dann im Storytelling unterwegs, da brauchste immer irgendwie einen Hero.
00:25:35: Ich finde aber dieser Hero-Kisten auch völlig... völlig daneben und überbewertet, weil das ist dann ja immer nur ein kurzer Zeitpunkt.
00:25:43: Und dann geht aber auch keiner noch mal eine Ebene tiefer und schaut was denn wirklich passiert ist wenn der eigentliche Held oder die eigentliche Helde in dem ganzen komplexen System war und das macht viel.
00:25:57: also das Ego Ja, also wenn wir bei Führungskräften unterwegs sind und dann wahrscheinlich auch bei der überwältigenden Mehrheit auch beim Männern.
00:26:06: Dann hast du dieses Ego immer das spielt immer mit und in dem Moment wo man das fallen lässt... Also in diesem Moment funktioniert es jetzt auch mit den Mitarbeitenden?
00:26:16: Tatsächlich schon!
00:26:17: Das muss ich auch sagen und die sind tatsächlich meistens überrascht weil sie ja da noch gar nicht hingeschaut hatten.
00:26:28: Wenn jemand nur sein Ego durchdrückte, gerade im Führungsbereich hat das ja nichts mit Menschenführung zu tun.
00:26:34: Das ist Selbstführung... Oh Gott!
00:26:41: Selbstbeweihräucherung?
00:26:43: Genau komplizierte Worte hier.
00:26:47: Aber das macht eine Entwicklung überhaupt nicht möglich.
00:26:52: Also keine positive Entwicklung.
00:26:54: der Menschen entwickeln sich vielleicht schon, aber nicht unbedingt zu Gunsten des Unternehmens und der eigenen Persönlichkeit.
00:27:02: Ja!
00:27:02: Wenn wir auch mit Blick auf die Zeit – und wir sind jetzt hier im ja klar Podcast unterwegs da versuche ich die Dinge ja schon irgendwie immer auf den Punkt zu bringen das bedeutet auch zeitlich dass wir nicht ausufern und nur ins Labern kommen empfinde ich überhaupt nicht so in diesem Podcast im Gegenteil.
00:27:15: Da sind schöne zugespitzte Beispiele auch dabei wenn wir jetzt mal wirklich auf die nächste Krise schauen und die Zeit und wir nehmen uns auch, die Zeit Wahnsignale im Alltag zu beobachten.
00:27:29: Woran erkenne ich denn selber dass mein Führungssystem instabil ist?
00:27:33: Also ich habe jetzt alle Rahmen gesetzt wie wir es schon eingangs gesagt haben Wir haben Zeit, wir haben Geld, wir ham Anna Katarina mit dabei.
00:27:40: aber woran erkenne ich denn wirklich selber das mein eigenes von mir als Geschäftsführer aufgebautes Führungssystem nicht wirklich trägt wenn ihr eine Bombe einschlägt?
00:27:50: Also das allererste, was meistens auffällt ist dass der Geschäftshörende sich in den operativen Bereich wieder zurückzieht.
00:27:59: Also irgendwie Entscheidungen dort unten trifft beziehungsweise ja unten im Anführungsstrichen oder einfach auch wieder Prozesse übernimmt und selber kontrolliert.
00:28:12: So Kleinigkeiten auch kontrolliert!
00:28:14: Oder wenn die zweite Führungsebene anfängt sehr oft zur Geschäftsführungsebene hochzugehen, um Entscheidungen zu erbitten beziehungsweise einfach gar nichts machen.
00:28:25: Handlungsunfähigkeit und der geschäftshühelnde merkt einfach okay ich habe komplett die Last meines eigenen Unternehmens Ich kann nicht gut schlafen!
00:28:34: Ich kann mich wirklich mit Freude wieder zur Arbeit gehen Und selbst wenn die Freude da ist fühle ich einfach diese extreme Mehrbelastung und mehr fühle sich da auch gerade gar nicht mehr strategisch arbeiten, ich kann nicht mehr strategisch denken und vor allen Dingen kommuniziere vielleicht auch wieder ganz anders.
00:28:54: Meine Mitmenschen zu Hause merken das sich mich verändert habe.
00:28:57: also da spielt ganz viel rein was völlig normale Indikatoren sind.
00:29:02: Das Problem ist aber wenn man nicht hinguckt und dass auch nichts sehen möchte.
00:29:06: Kann ich hier sonst noch etwas erzählen?
00:29:08: Dann wird es sich trotzdem nicht ändern weil dann würden diese Menschen auch sehr schnell daran arbeiten, Reuen zu klären, Kommunikationswege zu entwickeln oder ähnliches.
00:29:19: Ich weiß gar nicht wer mir das in letzter Zeit mal gesagt hat.
00:29:22: ich müsste wirklich nachschauen und es dann nachliefern.
00:29:25: aber wenn ich als Geschäftsführer oder als Führungskraft meinen Job richtig gut mache dann bin ich schlichtweg irgendwann mein Job los.
00:29:34: Dann braucht es mich einfach nicht mehr weil ich dann und das ist die Idee dahinter dann Systeme und vielleicht auch Räume geschaffen haben, wo andere eben, wo das so stabil ist.
00:29:44: Und so tritt fest dass andere selbst in meiner Abwesenheit weil ich könnte in so einer Krise ja auch auf einmal krank werden.
00:29:50: Ich wäre dann ja auf einmal nicht da.
00:29:52: Wobei wenn wir den typen Menschen den wir jetzt gerade hier beschreiben etwas plakativ So jemand wird ja nicht krank der ist immer gesund.
00:29:59: Ja also es muss man ja auch fairerweise dazu sagen wenn man da in dem Bild bleibt.
00:30:03: Aber ich glaube dann mache ich mich Wenn ich mich als Führungskraft obsolet mache Und meine Teams, die Entscheidungen alleine treffen und es sich trägt.
00:30:13: Dann braucht es mich ja eigentlich nicht mehr!
00:30:15: Und dann kann ich mich den nächsten System widmen.
00:30:18: Genau also... Ich kann erstens auch mal zwei Wochen Urlaub machen ohne dass ich ständig erreichbar bin und immer gestört werde.
00:30:25: Und zweitens kann ich strategisch arbeiten das heißt ich kann nicht nur mein Unternehmen entwickeln sondern ich kann auch mal schauen wie entwickle ich eigentlich meine Mitarbeitenden oder meine weiteren Fürstkräfte so dass ich vielleicht nicht nur wachsen kann, sondern einfach auch gewappnet bin vor den nächsten Krisen.
00:30:43: Und was ist von schon kurz bis angesprochen diese Krisenreflektion?
00:30:47: Was war eigentlich damals so schwierig und was haben wir getan damit es besser wird?
00:30:53: Fehlt halt bei dem meisten völlig!
00:30:56: Das, was sie getan haben, damit's besser wird, wird sobald die Krise vorbei ist, auch wieder vernachlässigt.
00:31:01: Warum ist das so?
00:31:02: Vielleicht hast du da eine Antwort.
00:31:04: ich verstehe es nicht aber das ist halt wirklich auch traurig.
00:31:07: Ich
00:31:08: muss das tatsächlich sehr kurz überlegen.
00:31:10: Ich werde in meinem eigenen Podcast selten was gefragt, finde es aber ungemein gut wenn ich etwas gefragt werde weil am Ende des Tages ist ein Podcast ja nichts anderes als ein Gespräch auf Augenhöhe.
00:31:19: Ich glaube dass wir als Mensch grundsätzlich sehr schnell und sehr gerne Ja, sehr in Verhaltensmuster zurückfallen.
00:31:30: In Gewohnheiten.
00:31:31: Man sagt ja nicht umsonst, dass Gewohnheit der härteste Klebstoff der Welt ist.
00:31:35: und wenn ich dann wirklich mal nicht in meiner gewohnten Umgebung bin, dann ist auf einmal alles irgendwie anders.
00:31:40: die meisten Menschen kennen das von sich, wenn man sich mal wieder so richtig verknallt oder verliebt oder whatever.
00:31:46: Dann ist auf ein Mal das der Tod des Egos, da ist auf Einmal alles scheißegal!
00:31:50: Von jetzt auf gleich.
00:31:51: aber irgendwann lässt es auch nach und das ist im Führungskontext glaube Oder generell im Arbeitskontext.
00:31:57: Man muss nicht immer alles auf Führung beziehen, aber da sind wir halt jetzt gerade hier im Podcast austausch.
00:32:02: Dann bin ich wieder in meiner gewohnten Umgebung.
00:32:05: Ich bin in meinen gewohnten Abläufen.
00:32:07: die Prozesse laufen wieder stabil keiner bimmelt mit irgendeiner Alarmglocke.
00:32:12: Wir sind im Krisenmodus oder so.
00:32:14: und dann Bin ich wieder an meinen Gewohnheiten.
00:32:16: warum?
00:32:18: weil mich das nicht wirklich viel Energie kostet.
00:32:20: Wir Menschen sind faul, wir sind total bequem von Natur aus!
00:32:25: Wir rennen vom Säbelzahntiger weg aber wenn der weg ist dann bleiben wir stehen so ungefähr und ich glaube da kommt es her... Das sind so ureigene Verhaltensweisen, ob das jetzt am Ende der Weisheit letzter Schluss ist.
00:32:39: Aber das sind die Beobachtungen, die ich in diesem Kontext immer mache.
00:32:42: wenn dann mal eine Phase vorbei ist Dann kannst du relativ schnell beobachten dass die Leute den gleiche Quatsch wieder machen wie vorher leider.
00:32:50: Ja es ist tatsächlich so weil ja Veränderung auch immer was damit zu tun hat dass man etwas Was Sicherheit gibt auch irgendwie aufgibt und wer sich sicher fühlt, warum sie sich der oder diejenige dann auch verändern.
00:33:06: Und das ist ja eine Krise noch schwieriger weil da ja nicht nur was Negatives dazu kommt sondern es ist etwas mit einem Veränderungsprozess.
00:33:15: Das heißt Wohnheiten brechen auf ich fühle mich nicht mehr sicher Ich weiß nicht wo's hingeht Und wie du schon sagst, Lebenserfahrungen egal ob positiv oder negativ und gerade in solchen Situationen kommen halt diese typischen... Ich habe das gelernt.
00:33:29: Wenn X Y passiert mache ich das um das.
00:33:32: Ja?
00:33:33: Und ober hat es dir schon gesagt verliebt sein und Co.
00:33:36: Gerade bei Beziehungen ist das ja genau das Gleiche.
00:33:38: Na wenn Y Y passiert, mache ich genau das.
00:33:41: Und ob das jetzt gut oder schlecht ist für die Beziehung fürs Unternehmen ist da erstmal an Zehnterstelle irgendwo.
00:33:49: Ganz genau, das ist mehr als nur zweitrangig und wir Menschen sind schon in... Das ist jetzt zum Abschluss der heutigen Episode vielleicht mal auch der Appell oder der Auftrag an alle Zuhörenden da draußen.
00:34:00: Sich selber zu beobachten bei welchen Themenfeldern bin ich eigentlich auf Autopilot unterwegs?
00:34:07: Was funktioniert wirklich?
00:34:09: Jetzt lass mir diese biologischen Dinge wie auf Toilette gehen und so mal weg.
00:34:12: aber was funktioniert wirklich jeden Tag?
00:34:16: Einfach so, weil es so ist und wir uns da überhaupt gar keine Gedanken mehr darüber machen.
00:34:21: Genau ja!
00:34:22: Und wer am Ende nicht flexibel reagiert, egal auf welcher Situation, ist nicht resilient.
00:34:27: Weil das ist gleichzusetzen Resilienz und Flexibilität.
00:34:32: und wer da immer nach Schema f reagiert ist dann natürlich auch irgendwann raus.
00:34:38: Ja
00:34:39: Genau, und die überwachliche Kompetenz, die da dahinter steckt, die man auch erlernen kann.
00:34:43: Es gibt Menschen, die haben mehr Talent dafür andere weniger.
00:34:45: das liegt in der Natur der Sache.
00:34:47: Das ist Anpassungsfähigkeit.
00:34:49: Das heißt noch lange nicht dass sich diese Situation gut finden muss oder schlecht finden muss.
00:34:54: Nichtsdestotrotz wir haben jetzt gerade Sommer zwanzig sechsundzwanzig.
00:34:58: Ich merke, dass ich mich an die neuen Temperaturen hitze.
00:35:02: Vierzig Grad als Stichwort muss ich mich jetzt neu anpassen.
00:35:06: Weil dann kann ich beim Job nicht nachgehen.
00:35:08: Und natürlich finde ich das scheiße weil es davor anders war.
00:35:11: aber es ist nun mal so wie's ist und die Umfeldbedingungen lassen sich häufiger schwierig verändern.
00:35:18: deswegen senkt man am besten bei sich selber an.
00:35:21: Genau!
00:35:22: Da muss man immer noch vorher mit reinbeziehen.
00:35:25: Wir müssen erstmal akzeptieren, dass die Situation so ist.
00:35:28: Wie viele kämpfen denn dagegen an?
00:35:31: Ich bin immer noch jung und ich kann die Hitze ab.
00:35:35: Und dann verschwendet man die Energie dort um diese Situation zu bekämpfen weil man sie nicht akzeptiert oder auf sich bezieht.
00:35:46: Aber im Endeffekt hätte man schon die Monate vorher wo man dagegen kämpft schon längst sich anpassen können.
00:35:51: Da hast du völlig recht!
00:35:53: Da sprichst du was an, da mach ich glaube ich mal einen ganz persönlichen Podcast daraus weil genau das ist mir nämlich auch passiert.
00:35:58: aber ich glaub ich hab meine Lehren draus gezogen und versuchte gerade für mich noch ein bisschen zu reflektieren.
00:36:04: Für den Moment!
00:36:04: Für heute Anna Katharina vielen Dank dass du dabei warst.
00:36:07: vielen dank dass du bei mir im Jagglatpodcast zum Thema Führung in Krisen zu Gast warst.
00:36:13: Da steckte wahnsinnig viel drin, das ist mal wieder so eine Episode.
00:36:16: Leute die könnt ihr nicht auf eins Komma fünf oder zwei Komma Null Geschwindigkeit hören.
00:36:20: da solltet Ihr vielleicht mal null Komma Fünf machen und mit
00:36:23: schreiben ganz genau.
00:36:27: Danke dir sehr schöne Grüße Tata.
00:36:29: Dankeschön Schau.
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