Mütter in Führung: Warum ihr eure besten Talente verliert | Melissa Sündram (Mom Goes Business)
Shownotes
`
Warum verlieren so viele Unternehmen ihre besten Frauen genau auf dem Weg in Führung? Nicht, weil das Talent fehlt, sondern weil ehrliche Perspektiven fehlen und Frauen im Recruiting still abspringen. Gemeinsam mit Melissa Sündram, Autorin von "Mom Goes Business", drehe ich in dieser Folge die Perspektive um: Mutterschaft schwächt Führung nicht, sie schult genau die Fähigkeiten, die moderne Führung braucht.
Melissa war acht Wochen nach der Geburt zurück in ihrer Führungsrolle. Wir sprechen darüber, warum Mütter sich ständig beweisen müssen und Väter Applaus bekommen, warum Vereinbarkeit kein weiches Thema ist, sondern ein handfester Business Case, und warum das Thema auf die Vorstandsebene gehört.
Am Ende steht eine klare Erkenntnis: Es ist kein Wissensproblem, sondern ein Umsetzungsproblem.
💬 Zentrale Botschaft:
„Mut schlägt Perfektion.“
Kernaussagen:
- Mütter müssen sich beweisen, Väter bekommen Applaus. Genau da verlieren Unternehmen ihre besten Frauen.
- Mutterschaft schwächt Führung nicht, sie schult genau die Fähigkeiten, die moderne Führung braucht.
- Vereinbarkeit ist kein Wohlfühlthema, sondern ein handfester Business Case.
Links:
Links zu Melissa:
Linked In: https://www.linkedin.com/in/melissa-suendram-1912a1138/
Links zu Ja klaHR:
Linked In: https://www.linkedin.com/in/berndt-stefan/
Website: https://jaklahr.de/
Linktree: https://linktr.ee/jaklahr
Termin: Lass mal schnacken!
Weitere Links und Empfehlungen:
HRespect: Love HR, Hate racism
MEONDI: https://www.meondi.com/karriere
Northwind: https://northwind.de/
Ausbildung.de: Finde deine Ausbildung oder dein duales Studium
HWG LU: https://www.hwg-lu.de/
ubiMaster: https://www.ubimaster.com/de/
Präsentiert von Leapsome, der HR-Plattform für Feedback, Learning und Entwicklung: https://www.leapsome.com/
Kapitel:
00:00 Warum Frauen im Recruiting still abspringen
01:03 Intro: Ja klaHR mit Stefan Berndt
02:14 Partner-Hinweis: Leapsome
03:39 Warum Mütter beweisen müssen und Väter Applaus bekommen
04:16 Mutterschaft schult genau die Fähigkeiten moderner Führung
05:19 Warum Frauen im Recruiting abspringen: fehlende Ehrlichkeit
07:23 Melissas Weg: acht Wochen nach der Geburt zurück in die Führungsrolle
09:07 Die Reaktionen, die Hebamme und wie das Buch entstand
10:30 Warum Mutterschaft Führung nicht schwächer, sondern bewusster macht
12:14 Das arme Kind: die Blicke und die Wahrheit dahinter
14:19 Warum Vaterschaft nie Thema ist, nur Mutterschutz
17:38 Karriere 100 Prozent Verfügbarkeit, Mutterschaft 100 Prozent Aufopferung
18:30 Potenzial statt Lebenslauf: was Unternehmen lernen müssen
21:28 Der Business Case: warum sich das für Unternehmen rechnet
23:11 Warum das Thema auf die Vorstandsebene gehört
25:13 Zuhören und ehrliche Gespräche, auch ganz oben
29:36 Fünf Kernbotschaften: Mut schlägt Perfektion
34:41 Erst anfangen: Testphasen statt Perfektion
36:03 Kein Wissensproblem, ein Umsetzungsproblem
36:36 Schaff dein Universum, kopiere nicht meins
37:34 Abschluss
👉 Hinterlasse eine Bewertung auf Spotify oder Apple Podcasts ⭐⭐⭐⭐⭐
`
Transkript anzeigen
00:00:00: Frauen stellen sich heute Frage, wie passt dieses Unternehmen wirklich zu meinem Leben?
00:00:04: Gibt es echte Vorbilder.
00:00:05: Ist Flexibilität nur Marketing?
00:00:08: und wenn darauf keine glaubwürdige Antwort kommt dann springen viele ab!
00:00:12: Unternehmen tragen genauso die Verantwortung.
00:00:14: Also Arbeitsmodelle müssen sich an ihre Realität anpassen, ansonsten funktioniert das alles halt nicht.
00:00:19: Bei Vätern wird älterenschafttäufig einfach positiv gewertet.
00:00:23: bei Müttern entsteht dagegen oft sofort diese Frage ist sie noch verfügbar?
00:00:28: Noch belastbar, noch kehreorientiert?
00:00:31: und dabei entwickeln viele Mütter genau diese Tätigkeiten, die moderne Führung heute braucht.
00:00:36: Wir haben doch superviele Erkenntnisse.
00:00:39: wir sehen ganz viele Väter es anders machen wollen.
00:00:42: Warum machen wir's denn jetzt nicht?
00:00:44: Wir haben kein Wissens- oder Erkenntnisproblem, wir haben ein Umsetzungsproblem.
00:00:48: verdammte Scheiße!
00:01:03: Hallo und herzlich willkommen zum Pop.
00:01:05: Ja klar, mein Name ist Stefan Bernd und ich bin nicht nur Experte für Personalmanagement und Führung sondern auch der HR-Architekt.
00:01:14: Sie ist Führungskraft im Talent Acquisition Mutter und Autorin des Buches MAM Ghost Business das in diesem Sommer noch erscheint.
00:01:21: sie beschäftigt sich mit einer Frage die viele Unternehmen gerne beantworten würden aber noch viel zu selten wirklich stellen Warum verlieren wir so viele gut ausgebildete Frauen auf dem Weg in Führung?
00:01:33: Ihre These ist klar.
00:01:35: Nicht Mütter entscheiden sich gegen Karriere, unsere Arbeitswelt passt oft einfach nicht zu ihrem Leben!
00:01:40: Wir sprechen darüber warum Mutterschaft keine Karrebremse sondern eine Führungskompetenz sein kann, warum Vereinbarkeit mehr ist als Homeoffice und Teilzeit und warum Unternehmen, Führunkräfte und auch wir als Gesellschaft mehr Mut brauchen wenn wir das Potential von Eltern wirklich nutzen wollen.
00:01:57: Freut euch auf ein ehrliches Gespräch über Recruiting, Führung, Carearbeit, Rollenbilder und darüber wie moderne Arbeitswelten aussehen müssen damit Karriere und Familie nicht gegeneinander arbeiten.
00:02:09: Herzlich willkommen im Jahr-Klar-Podcast.
00:02:11: Liebe Melissa Sündrahm!
00:02:14: Moinsen Die heutige Episode wird dir präsentiert von Liebsam – der HR-Plattform für leistungsstarke Teams.
00:02:22: Führungskräfte stellen sich immer wieder dieselben Fragen Wer ist bereit für den nächsten Schritt?
00:02:27: Wer braucht gerade mehr Unterstützung und an welcher Stelle?
00:02:30: verlieren wir gute Mitarbeitende, bevor es überhaupt jemand bemerkt.
00:02:33: Die Informationen die wir für diese Antworten brauchen liegen oft in fünf verschiedenen Systeme ein Tool fürs Recruiting eines für Mitarbeitenden Gespräche eines für Befragungen usw.
00:02:46: Liebsam bringt all diese Daten zusammen.
00:02:48: Diese durchlängende Datenbasis ermöglicht etwas, dass einzelne voneinander getrennte Tools nicht leisten können.
00:02:55: Liebsam ist die einzige HR-Plattform mit AI, die eure Talentdichte erhöht.
00:03:01: Gebaut auf der tiefsten vernetzten HR-Datenbasis für den gesamten Employee-Lifecycle vom ersten Interview bis zur Vergütung – mit AI die Zusammenhänge versteht und mehr leistet als es verstreute Tools je könnten!
00:03:15: Und diese KI nimmt euch nicht nur administrative Arbeit ab.
00:03:19: Sie erkennt, wer bereit für eine größere Herausforderung ist wo Unterstützung gebraucht wird bevor aus einem kleinen Problem ein großes wird und an welchen Stellen die Aufmerksamkeit von Führungskräften den größten Unterschied machen kann.
00:03:32: Schaut euch an was die People Data Plattform von Liebsam für euer Team leisten kann.
00:03:36: vereinbart eine Demo unter liebsam.com oder nutzt einfach den Link in den Show Notes und jetzt wieder zurück in die Episode.
00:03:46: Melissa, warum müssen Mütter in unserer Arbeitswelt eigentlich immer noch beweisen dass sie trotz Kind leistungsfähig sind während bei Vätern oft schon Applaus entsteht wenn Sie einmal Elternzeit nehmen?
00:04:00: Das ist eine sehr gute Frage ich glaube weil wir gesellschaftlich noch immer unterschiedliche Erwartungen an Mütte und auch an Väter haben.
00:04:09: Ich finde, bei Verhättern wird Elternschaft häufig einfach positiv wertet.
00:04:14: Bei Müttern entsteht dagegen oft sofort diese Frage – ist die noch verfügbar?
00:04:19: Noch belastbar?
00:04:20: noch karriereorientiert?
00:04:23: und dabei entwickeln viele Mütter genau diese Fähigkeiten, die moderne Führung heute braucht also Priorisierung Resilience Empathie Entscheidungsstärke.
00:04:37: klare Aussage dazu ist, wir verlieren halt nicht Talente bei sie Mütter werden sondern weil unsere Arbeitswelt oft nicht zu ihrem Leben passt.
00:04:47: Wie empfindest du denn im Moment unsere Arbeitswälde?
00:04:49: Ist es tatsächlich mütterfeindlicher als noch vor, weiß ich nicht, zwanzig dreißig Jahren als wir bei unseren Eltern groß geworden sind?
00:04:59: was hat sich da konkret für dich verändert?
00:05:02: dass du diese These aufstellst?
00:05:06: würde behaupten, jein.
00:05:07: Also es ist ein Zwiespalt zwischen beiden.
00:05:11: Die Arbeitszeit ist definitiv noch nicht bereit dafür.
00:05:16: Wir müssen definitiv auch noch mutiger werden?
00:05:20: Das ist auch immer meine Kernaussage.
00:05:22: Mut ist hier ein ganz, ganz großer Faktor allein schon im Recruiting.
00:05:28: also warum springen Frauen in Recruitting oft ab?
00:05:32: Weil viele Prozesse nicht ehrlich genug sind, weil Frauen stellen sich heute Fragen wie passt dieses Unternehmen wirklich zu meinem Leben?
00:05:39: Gibt es echte Vorbilder?
00:05:41: ist Flexibilität nur Marketing.
00:05:44: Und wenn darauf keine glaubwürdige Antwort kommt dann springen viele ab und das oft sogar sehr still.
00:05:50: die sagen das gar nicht dass der Grund ist warum sie die abspringen.
00:05:54: und Menschen entscheiden sich heute nicht für ein Job sondern auch für Vertrauen.
00:05:59: Und da muss sich Recruiting definitiv verändern.
00:06:03: Wir müssen die Unternehmenskultur verändern, wir müssen realistischer werden und menschlicher werden.
00:06:10: Das ist ein ganz wichtiger Punkt.
00:06:12: Wenn du sagst dass wir ehrlicher und menschenlicher werden müssen was ja irgendwie für sich spricht das ist ja an und für sich super erstrebenswert für alle also für ihn und für sie.
00:06:27: Und trotzdem ist das ja so ein massives Brett, was durchbohrt werden muss.
00:06:33: Dass uns in den letzten Jahren nicht wirklich oder vielleicht auch in den Letzten Jahrzehnten nicht genug gelungen ist!
00:06:41: Was braucht es da aus deiner Sicht genau jetzt im Sommer zwanzig sechsundzwanzig?
00:06:47: Dass wir dieses Brett nicht irgendwie immer nur so ein bisschen anbohren und dann bricht uns die Schraube weg sondern dass wir da auch wirklich mal durchkommen.
00:06:57: Also auch hier wieder Mut.
00:06:59: Mut von Unternehmen, Mut von Müttern und Mut von Vätern.
00:07:05: Mut dahin zu gehen, zu sagen hey lass es mich dir beweisen lieber Arbeitgeber liebes Unternehmen man braucht definitiv viel mehr Verständnis füreinander.
00:07:17: Das heißt jetzt das klassische Rollenbild des Vaters der Mutter des Unternehmers zu sagen, lass uns mal einen Tisch setzen und überlegen wie es geht.
00:07:30: So war's beim Bier zum Beispiel.
00:07:31: Also meinen Arbeitgeber wusste ich kommen möchte direkt nach der Geburt wiederkommt.
00:07:37: Ich bin ja nach acht Wochen direkt wieder vor ein Set in meine Führungsrolle eingestiegen.
00:07:42: Und da hat mein Arbeitgebers sich hingesetzt und gesagt okay was müssen wir dir denn geben dass das funktioniert weil wir das auch wollen dass du zurück kommst.
00:07:49: also da war halt auch das beidseitige Interesse vorhanden zu sagen, okay wie machen wir es jetzt möglich?
00:07:57: So das war der erste Schritt.
00:07:59: Der zweite Schritt war natürlich den Mut zu haben ist zu machen.
00:08:03: und der dritte Schritt ist der familiäre Background natürlich.
00:08:07: Das funktioniert natürlich auch nicht überall oder in jedem Rollenbild sondern man musste sich natürlich mit seinem Partner hinsetzen, mit meinem Umfeld hinsetzten und wirklich überlegen wie kriegen wir das unter einen Hut.
00:08:20: Ist das machbar, ist ich nicht machbar.
00:08:22: Meine Mutter ist mit auf Geschäftsreise gekommen während meiner Stillzeit, also damit ich präsent sein kann und jemandem fürs Kind habe.
00:08:33: Also ganz viel Absprache, ganz viel Kommunikation – das ist wichtig!
00:08:44: Gottes Willen.
00:08:45: Das ist doch viel zu früh!
00:08:48: Melissa, was sind die da?
00:08:49: Also ich meine das überhaupt nicht wertend, sondern ich bin immer derjenige, der es besser verstehen möchte.
00:08:55: Ich hätte das, wenn ihr selber zwei Kinder, das wissen sehr viele.
00:08:59: Unser kleiner ist jetzt gerade auch erst elf Monate alt und die große wird jetzt vier.
00:09:04: Meine Frau ist nicht nach acht Wochen zurück ins Business zurück aber auch ganz bewusst.
00:09:09: Was kriegst du da für Reaktionen darauf auf dieses acht Wochenthema?
00:09:14: Sehr,
00:09:14: sehr viele positive.
00:09:19: Oh mein Gott!
00:09:20: Wie kannst Du nur und so klassische Vorurteile natürlich und schlechte Mutter und wie kann man sowas mit seinem gewissen Verein waren?
00:09:29: und tatsächlich... musste ich auch damit erst mal klarkommen.
00:09:33: Also, ich hab irgendwann ... Ich hab mit meiner Hebamme darüber gesprochen und gesagt ist das alles richtig was ich hier mache?
00:09:40: Und sie hat gesagt schreib deine Gedanken auf!
00:09:43: Schreibt sie auf... und dann wirst du merken wie du dich dabei fühlst.
00:09:48: Das Witzige daraus ist mein Buch entstanden, was im Sommer rauskommt.
00:09:52: Mamgo's Business.
00:09:56: Ich mir gedacht habe, vielleicht bewegt mich nicht nur dieses Thema sondern viele andere auch.
00:10:02: Und die Arbeitswelt hat sich verändert und auch die Erwartung an Frauen hat sich verändern.
00:10:10: Bei mir war es ganz stark das Thema Mut.
00:10:13: Warum ich mich dafür entschieden habe?
00:10:16: Warum ich gesagt habe, ich gehe diesen Schritt jetzt?
00:10:20: Und ich wurde natürlich von allen Seiten belagert.
00:10:22: Von allen Seiten!
00:10:26: Dieses Buch, was jetzt daraus entstanden ist, ist gar nicht so als Ratgeber gedacht.
00:10:32: Sondern es wirklich die pure Realität, Karriereführung, Mutterschaft – nicht getrennt zu betrachten sondern gleichzeitig und was sich für mich halt total verändert hat, für mich persönlich das Muttershaft meine Führung auch verändert hat aber positiv also.
00:10:51: ich arbeite viel klarer viel fokussierter, viel bewusster, viel effizienter und die Führung heute weniger über so Kontrolle wie man es früher gelernt hat auch in der Führungen sondern viel mehr über Vertrauen.
00:11:06: Und Führungswürde für mich nach der Geburt tatsächlich nicht strescher, sondern bewusste.
00:11:13: Das war ein super langer Prozess!
00:11:15: Heute stehen viele Leute vor mir, die vorher gesagt haben wow also wie kannst du das mit einem gewissen Vereinbaren?
00:11:22: Die stehen heute dann denken wow Krass, dass du das gemacht hast und mutig, dass es funktioniert.
00:11:28: Da gehört dann ja auch wahrscheinlich immer, so stelle ich mir das vor.
00:11:31: Gehört dann auch ein Umfeld dazu, einen Partner eine Partnerin dazu.
00:11:36: Oma und Opa sind dann auch meistens nicht weit weg ne?
00:11:39: Das heißt es ist ja dann auch n... Ein irres Organisationskonstrukt was man sich da bauen muss.
00:11:46: Und ich glaube da daraus kommen dann vermute ich mal Auch kritische Stimmen so nach dem Motto Was mutet und dann bist du wieder bei Mut Ne?
00:11:54: Was mute die denn jetzt bitte Hier im gesamten Umfeld dazu und vor allen Dingen auch viele Argumentieren dann.
00:12:02: Ich kenne das ein bisschen, weil ich damals bei We Like You war und die Annie hatte ihre Tochter auch frühzeitig mit dabei, ne?
00:12:08: Weil du von meintest Mutter war mit dabei als ich noch als die Stillzeit war und so ganz ehrlich.
00:12:15: Ich fand das damals wahnsinnig bereichernd dass die kleine Maus damals mit dabei war auch in Workshops.
00:12:21: Aber die Blicke, die wir geerntet haben, die insbesondere meine Kollegin geerntete hat.
00:12:27: Die waren zu neunzig Prozent das arme Kind!
00:12:31: Aber ich vermute, dass das Kind gar nicht so arm dran ist oder war.
00:12:35: Wie war es bei dir?
00:12:35: Oder bei euch Melissa?
00:12:37: Genau das, was du gerade gesagt hast!
00:12:39: Also... Ich glaube mein Kind würde viel mehr darunter leiden wenn mein Kind eine unaffüllte Mutter hätte die jetzt nach Hause sitzt und sich einfach denkt, ja jetzt sitze ich hier aber es passt nichts zu mir Und das ist halt auch diese Kernaussage.
00:12:56: Also wirklich zu sagen, dem Kind geht es doch gut.
00:12:59: Weil das hat ein stabiles Umfeld.
00:13:01: natürlich wie ich anfangs gesagt hatte Es war viel Absprache mit meinem Partner und meinen Mann erst zum Glück auch recht flexibel in seinem Job.
00:13:10: Natürlich passt meine Geschichte nicht zu jedem Modell Nicht zu jedem Menschen ist auch keine Erwartung an irgendjemandem Aber es ist genau das was ich wollte.
00:13:19: Ich wollte von Anfang an Mama sein aber meine Karriere nicht auf der Strecke lassen Und es war von Anfang an schon in der Schwangerschaftthema.
00:13:29: Wir haben viel mit meinen Eltern darüber gesprochen, so mit Oma, Opa.
00:13:34: Meine Mutter ist schon Rentnerin.
00:13:36: So wir haben dieses Umfeld was passt und... Das ist natürlich ein ganz wichtiger Punkt in den ganzen Themen, dass man beides miteinander verbindet.
00:13:49: Dass der Vater seine Rolle auch wirklich als Tater annimmt und nicht einfach nur als ich bin da... So, und dann beschwaße ich zwei Stunden am Tag das Kind.
00:13:59: Und danach ist mein Job als Tata dann, ja?
00:14:03: Sondern wirklich auch die Präsenz zu sein einer Bezugspersonen zu sein von dem Kind und genauso die Rolle wie ich als Mutter anzunehmen und auch umzusetzen.
00:14:13: Ja total!
00:14:14: Ich überlege die ganze Zeit, wie ich da die Brücke jetzt irgendwie hinbekomme weil es ist in Organisation ist das tatsächlich ganz häufig.
00:14:21: Du wirst das jetzt noch ein bisschen verstärken können und auch noch ein positives Beispiel reinbringen können.
00:14:26: Aber ganz ehrlich in den Organisationen, denen ich unterwegs war oder auch unterwegs bin da ist dieses Thema Vaterschaft nie eins.
00:14:34: also es wird immer über Mutterschutz gesprochen und wir wissen herseitig auch immer okay es gibt sechs sieben Wochen vorher dass das untersteht alles in den Gesetzen geregelt.
00:14:45: Aber das ist halt so dermaßen irgendwie noch ein Relikt aus.
00:14:49: was weiß ich von vor wieviel Jahrzehnten, dass es glaube ich mit der aktuellen Arbeitswelt und auch mit vielen Pappers, mit denen ich zu tun habe.
00:14:57: Für die das so nach dem Motto Was ist das eigentlich noch für eine Scheiße?
00:15:01: Das braucht es doch eigentlich gar nicht mehr ne?
00:15:03: Ja aber
00:15:04: schön oder Stefan?
00:15:06: Dass jetzt auch die Väter mal sagen Ey was ist das mein Bullshit?
00:15:10: Ich glaub das braucht es und ich glaube es braucht Wenn ich so Dinge beobachte, auch vor kurzem war Internationaler Weltfrauentag und sowas.
00:15:18: Und es gibt dann immer viele radikale Thesen zu Almen und etwas... Ich glaube dass diese Radikalität, auch wenn sie inhaltlich vielleicht gar nicht falsch ist also das auch auf die Barrikaden gegangen wird, dass wir immer noch Patriarcharier haben und wenn wir uns geopolitisch anschauen wer gerade das Sagen hat oder was auch bei uns im Land politisch passiert Das wird ja viel auf Männer projiziert.
00:15:41: Es ist ja auch nichts Falsches lässt sich ja statistisch und mit Daten auch alles unterfüttern.
00:15:46: Nur kann ich auch jeden Mann und jeden Vater verstehen, der sich dann weil er das überhaupt nicht teilt wird er halt pauschal verurteilt so wie Frauen vorher auch pauschall verurteilten worden sind ne?
00:15:56: Und das finde ich in den Diskussionen immer ein bisschen schade.
00:15:58: und deswegen glaube Also bin ich total bei dir zu sagen, es braucht auf jeden Fall eine ganze Portion Mut.
00:16:05: Weil das was einem Deutschland als erstes entgegenschleudert und das kenne ich auch nur so gut.
00:16:11: Das ist erstmal Ablehnung also nach dem Motto Oh Gott!
00:16:15: Was macht denn der jetzt?
00:16:16: oder was macht die?
00:16:17: Jetzt ist sie komplett bescheuert sich dann aber nicht glaube dass ist die größte Kompetenz die wir haben können.
00:16:23: dazu hatte Ich mit dem Hendrik Schriefer auch schon mal gesprochen.
00:16:25: hier im Podcast ist Reflexionsfähigkeit Und ich glaube, das zu reflektieren und im Nachgang zu sagen, oh, dass hätte man anders machen können.
00:16:33: Das könnte man vielleicht jetzt doch noch anders machen.
00:16:36: auch für alle die Frage zu beantworten warum holt Stefan sich denn jetzt die Melissa in den Podcast für Marmghost Business?
00:16:43: Für dieses Thema?
00:16:44: ja weil das Thema eine Bühne braucht auch von auch von väterlicher Seite.
00:16:48: also das geht am Ende des Tages nur gemeinsam auch wenn sich das ein bisschen esoterisch anhört.
00:16:53: aber ganz ehrlich wenn ich da draußen schaue Wie viele Menschen uns demnächst im Arbeitsleben auch verlassen, alleine demografisch?
00:17:02: Dann brauchen wir und wir brauchen beim Thema Führung brauchen wir auch Mütter.
00:17:06: Wir brauchen Frauen weil die oftmals eine ganz andere Sensibilität an den Tag legen als wir Männer.
00:17:13: oder können wir manchmal gar nicht so wirklich viel dafür aber dafür Räume zu schaffen sowie diesen Podcast das darüber diskutiert werden darf und nicht vorverurteilt.
00:17:23: ich glaube darum geht es dann am Ende des Tages
00:17:26: absolut.
00:17:27: Und das war auch so der Grund, warum ich dann auch gesagt habe, braucht es dieses Buch?
00:17:32: Also muss sich dieses Buch wirklich rausbringen.
00:17:34: will ich das?
00:17:36: Will ich nicht.
00:17:37: und ich hab mich dazu entschieden zu sagen doch!
00:17:40: Ich möchte es weil die Arbeitswelt hat sich verändert und die Erwartungen an Frauen aber einfach nicht.
00:17:45: und das Problem ist Karriere bedeutet einfach oft noch immer hundert Prozent Verfügbarkeit.
00:17:50: Mutterschaft bedeutet immer noch hundert prozent Aufopferung.
00:17:54: Aber die Realität ist, weil das passiert gleichzeitig und darüber wird viel zu wenig ehrlich gesprochen.
00:18:01: Es wird darüber gesprochen aber viel zu wenig ehrlich!
00:18:03: Und meine Antwort darauf ist ich zeige irgendwie so ein bisschen... Ich bin nicht die Perfekte, ich will jetzt gar nicht wirken als ach dass so muss jeder sein, aber ich habe ich zeigen wie es wirklich aussieht was es wirklich braucht dass es möglich ist, dass man mutig sein kann und was halt oft noch in der Unternehmheit falsch läuft.
00:18:25: Das Unternehmen in diesen alten Strukturen denken Präsenz gleich Leistung Karriere Gleichständige Verfügbarkeit.
00:18:32: aber die Realität moderner Lebensnodelle sieht anders aus und Unternehmen müssen lernen, Vertrauen wichtiger zu machen, Flexibilität ernstzunehmen und Potenzial statt Lebenslauf zu bewerten.
00:18:45: Und da gebe ich halt in meinem Buch ein bisschen einfach was vor wie Karriereführung, Mutterschaft nicht getrennt sondern gleichzeitig funktionieren kann wenn alle Parteien mutig sind, wenn man kommuniziert, weil man ehrlich spricht.
00:19:03: wir einfach mal versuchen, diesen modernen Wandel auch in Angriff zu nehmen und uns wirklich hinsetzen und ehrliche Gespräche zu führen.
00:19:11: Und deswegen war es mir so wichtig dass dieses Buch kein Ratgeber wird oder kein nächstes HR Fachbuch sondern eine ehrlich Geschichte um Leute zu bewegen, Leuten Mut zu machen und auch Feltern.
00:19:26: also das geht ja genauso für Felter die Karriere machen wollen aber hundert Prozent Papa sein möchten.
00:19:34: Also wir reden immer so viel über Mütter, weil es gibt ja auch Väter die genau das wollen.
00:19:39: Für sie ist es natürlich einfacher aber weil dieses Bild schon sehr verankert ist dass der Vater so oder so weiter Karriere macht, aber nichtsdestotrotz leiden vielleicht Väter auf der anderen Seite genauso weniger Zeit mit den Kindern haben und trotzdem auch diese Flexibilität haben möchten.
00:19:58: Deswegen ist es irgendwie so in beide Richtungen ganz, ganz wichtig darüber ehrlich zu sprechen und nicht nur oberflächlich.
00:20:05: Ja und ich glaube das ist der springende Punkt ne?
00:20:07: Weil dieses Oberflächliche das machen wir sowieso schon viel zu viel und dann gehen diese wirklich wichtigen Themen, gehen dann einfach im Tsunami des Alltags und so gehen die halt immer komplett unter und dann wird sowas zwischen Tür und Angel gemacht, dann wird sich nicht mal irgendwie hingesetzt.
00:20:24: Und oftmals ist es ja auch noch so.
00:20:26: also ich habe da keine Statistik zur Hand aber ich vermute dass wir immer noch mehr CEOs männlicher Natur haben als weiblicher.
00:20:33: Da gibt's jedes Jahr wieder rauf und runter irgendwelche Statistiken.
00:20:37: Ich glaube das wir da einen sehr klaren, einen sehr ehrlichen Austausch brauchen Und dass wir da durchaus auch das Papa-Herz von diesen Menschen, weil das ist meistens so.
00:20:49: Dass diese sind meistens keine Singles die irgendwie gar keine Familie haben.
00:20:53: Die gibt's natürlich auch klar.
00:20:55: aber statistisch gesehen sind es meistens auch alles irgendwie Papas die aber auch eine ganze Menge drum zu organisiert haben und ich glaube... im Jahr zwanzig, sechsundzwanzig mehr oder weniger in so einem stetigen aber für mich noch viel zu langsam einen Wandel dass Papas ihrer Paparolle wirklich auch ich sag mal gerecht werden wollen.
00:21:16: Gerechtigkeit im Sinne von nicht das es am Ende des Tages Fifty-Fifty ist.
00:21:20: Ich glaube das ist schlichtweg biologisch auch gar nicht von den ganzen Mechanismen her irgendwie möglich und wahrscheinlich auch nicht erstrebenswert.
00:21:28: Du siehst, wie ich da rumlaviere weil es halt einfach ein super schwieriges zu Thema ist das irgendwie festzumauern oder so aber alleine.
00:21:37: Ich glaube in den Führungsetagen in den deutschen Konzernen das Thema mit auf die Agenda zu nehmen und dann daraus auch und da bin ich gespannt ob du uns einen kleinen sneak peek in dein Buch geben kannst wie man dass auch als So ein bisschen als Business Case verpacken kann, weil CEOs und auch moderne Hr.
00:21:57: Denken ja viele in Zahlen Daten Fakten ne?
00:22:00: Und in Retention Quoten und in Durst Freund Vertrauen genannt.
00:22:04: und ich würde auch immer sagen und die These aufstellen vertrauen ist die härteste Währung, die wir haben.
00:22:10: Also wenn die Mitarbeitenden bleiben, wenn sie sich loyal zeigen.
00:22:13: Dann ist das für eine Organisation superklasse und ich habe das selber in meiner Karriere gespürt bei meinen ersten Mitarbeiternen, die ich eingestellt hab in Deutschland und Bulgarien.
00:22:22: Oh Wunder mit denen habe ich heute noch ne sehr vertrauensvolle Persönliche, gar freundschaftliche Beziehung.
00:22:28: Nicht dass man sich jede Woche spricht aber auch da war es so.
00:22:32: nach einem halben Jahr kam eine Kollegin aus Bulgarien auf mich zu und sagte Stefan ich bin schwanger und das erste was ich gemacht habe war Ich hab sie in den Arm genommen weil ich zufällig in Sofia vor Ort war und gesagt haben hey Das finde ich total klasse und sie so Stefan das ist total überraschend wie du jetzt reagierst?
00:22:47: Ich habe gedacht das also die ganzen Vorurteile.
00:22:50: ich glaube die sind noch so dermaßen verknöchert und in den Schichten bei uns im Kopf.
00:22:56: Und ich glaube, durch solche Austausche wie unsere jetzt hier müssen wir versuchen ganz schnell diese Schichten auch zu lösen.
00:23:03: also nochmal die Frage Wie kriegen wir das Thema irgendwie Als Business Case auch in die Vorstandsetage.
00:23:12: Das ist vielleicht aus der Perspektive mal betrachtet, weil es am Ende des Tages ein Business Case
00:23:17: ist.
00:23:18: Unternehmen tragen Verantwortung und Arbeitsmodelle müssen sich an Realität anpassen und wir sind nicht mehr in einer Gesellschaft wo man sagt Privat- und berufliches muss man trennen.
00:23:34: ja okay Aber wenn es doch darum geht, Karriere zu machen, Stellen zu besetzen, Potenziale zu erkennen und Talente nicht zu verlieren.
00:23:45: Dann muss sich auch eine Vorstands-Ebene damit auseinandersetzen, dass das verlorenes Potenzial ist, wenn wir diese Gruppe von Menschen nicht mehr betrachten und zwar mit haben – weil wir der Meinung sind sie sind weniger belastbar, weil wir die Meinung sind Sie sind nicht mehr flexibel, Strukturiert, weil könnte ja sein dass die Kita ausfällt um Gottes Willen.
00:24:11: Das gehört natürlich in die Vorstands-Ebene rein das die Arbeitswelt sich damit auseinandersetzt.
00:24:18: Strukturen müssen sich verändern wir müssen uns anpassen Wir müssen darüber reden und nur Entscheidungen bringen uns weiter Ja?
00:24:28: Und diese Entscheidungen werden natürlich ganz oben getroffen.
00:24:31: also ist ja bei mir, als ich zurückgekommen bin auch nicht anders gewesen.
00:24:36: wenn unsere HR oder CHRO unsere Geschäftsführung auch nicht dahinter gestanden hätte.
00:24:44: Dass ich zurückkomme in dieser Sexibilität die ich dann erhalten habe beziehungsweise das Verständnis dafür dass sich mein Leben verändert hat Dann hätte es natürlich nicht funktioniert.
00:25:00: jetzt muss ich natürlich dazu sagen Meine Vorgesetzten sind selber alle Eltern, sei es Väter oder Mütter.
00:25:07: Sie kennen natürlich auch die Realität.
00:25:09: Es gibt aber natürlich auch Menschen, die diese Realität nicht kennen weil sie vielleicht selber nicht in der Situation sind und Mutter- oder Vater sind.
00:25:20: Da reicht es ja schon, wenn man mal zuhört.
00:25:22: Wenn man sich hinsetzt und auch hier wieder diese ehrlichen Gespräche führt... Und da muss ich vielleicht auch mal einen Vorstand hinsetzen und sagen Übrigens wie sieht das denn aus bei euch Zuhause?
00:25:32: Was ist denn im Falle XYZ?
00:25:35: Wer würde denn dafür einspringen?
00:25:37: Wenn wir ihn immer schon meinen die Antwort zu kennen und zu sagen naja wenn die Skita auswählt fällt die Mutter auch aus!
00:25:43: Nee Gibt es ein Umfeld, der auf das Auffängt?
00:25:47: Gibt's einen Vater, der vielleicht die Möglichkeit hat oder ist es immer die Mutter.
00:25:51: Bin ich jetzt denn jetzt immer wenn jetzt der Anruf kommt?
00:25:54: Nee wir haben genauso auch andere Kontaktdaten, die sie anrufen dürfen werden.
00:26:00: Ich nicht ans Telefon gehe aber dafür muss man sich unterhalten, dafür muss mal ehrliche Gespräche führen und dass auch ihr Vorstand seht.
00:26:07: auf Geschäftsführerebene selbstverständlich ja!
00:26:11: Die müssen reden miteinander.
00:26:13: Ich glaube, dass es immer wieder diese Thesis auf die ich kommen werde ist.
00:26:17: Nur sprechenden Menschen können geholfen werden!
00:26:21: Ja das ist ganz oft ist das und da braucht es halt auch Mut dazu weil viele gerade du hast es vorhin so schön gesagt dieses Thema Privat- und Berufsleben.
00:26:32: natürlich gibt es da Grenzen, ja also aber ich bin auch schon immer seit Jahrzehnten ein großer Verfechter davon zu sagen Leute es ist da auch nur ein Stefan oder eine Melissa und einen Kopf.
00:26:46: Wie arg kann man denn bitte privat und Berufsleben voneinander trennen?
00:26:50: Also ich konnte das ich habe das damals in meiner Ausbildung schon nicht verstanden.
00:26:54: wenn mit Azubis gesagt haben so jetzt hab ich Feierabend Jetzt mache ich dass das und das und denkst du gar nicht mehr an meine Ausbildung.
00:27:00: Ich habe da immer gesessen und gedacht Wie bekommt ihr das in eurem Gedankenapparat eigentlich hin?
00:27:05: Ich habe mich dann nie tiefer damit beschäftigt, weil ich selber immer in so einem Gedankenkarussell war.
00:27:10: Aber jetzt, zwanzig Jahre später muss ich sagen es ist kompletter Humbug!
00:27:14: Das kostet einfach auch alles viel zu viel Energie.
00:27:16: also wir sind ja ein und dieselbe Persönlichkeit die dann auch zur Arbeit geht.
00:27:20: Und da müssen wir auch neues Verständnis dafür schaffen und auch respektieren dass es genügend Menschen gibt die natürlich ihr Privatleben nicht so mit offenem Herzen auf der Zunge tragen, wie wir das vielleicht tun.
00:27:32: Und das gehört aber auch dazu.
00:27:34: Aber denen auch einen Raum zu bieten und so sagen hey uns ist es wichtig deine Perspektive zu respektieren wenn du uns von deinem privaten Alltag nichts erzählen möchtest da ist es deins.
00:27:45: aber bitte verstehe auch unsere Perspektiven als Arbeitgeber da den Raum aufzumachen.
00:27:50: Hey Wir wollen hier flexibilisieren.
00:27:52: Wir wollen flexen, dass es kracht weil wir dich halten wollen.
00:27:56: da müssen wir auch ein bisschen besser verstehen wie's bei dir zu Hause abgeht und damit meinen wir nicht wer wann aufsteht und welches Kind wann wie wo hin bringt.
00:28:04: das ist dann eine Detailstufe zu viel aber grundsätzlich so ein bisschen des Umfeldes zu eroieren weil daran kann ich dann ja auch ableiten ob so einen Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin dann wirklich ausfällt.
00:28:16: und diese Zuschreibungen du hast gerade vorhin gesagt diese Meinung hier Meinung da.
00:28:21: Ich glaube, wir konzentrieren uns in Geschäftsführungen immer noch viel zu sehr um Meinung und weniger.
00:28:28: Was steckt denn eigentlich wirklich dahinter?
00:28:30: Und wir haben dann eine eigene Meinung, die wird dann teilweise auch bestätigt und dann suchen wir uns genau diese Themenfelder.
00:28:38: Die uns das alles bestätigen aber nie wirklich.
00:28:42: da bin ich wieder beim Reflektionsvermögen und das müssen wir können.
00:28:45: Da müssen wir Reibung erzeugen und dass ist schwierig und das geht aber nur wenn wir miteinander sprechen und wenn wir die Räume aufmachen und es ist für ganz viele super schwer sich dann auch verletzlich zu zeigen und dann auch offen zu legen.
00:29:01: Ja so läuft das bei uns ab, Stefan.
00:29:03: Wir haben keine Großeltern in der Nähe die sind alle weit weg weil ich damals fürs Studium da und dahin bin dann mein Partner kennengelernt habe.
00:29:11: aber wir haben dieses Umfeld nicht.
00:29:13: Aber alleine diese Informationen Nichtwerten zu beurteilen.
00:29:18: Ich glaube darum geht es dann am Ende des Tages.
00:29:19: aber da Bin ich voll und ganz bei dir zu ein hundert Prozent Da braucht es von beiden Seiten braucht es eine ganze Portion Mut um das in die Richtung zu lenken.
00:29:30: Und da sind wir noch, wir sind dann auch lange nicht und das vermeintlich im Jahr zwanzig, sechsundzwanzig wo man denkt Ey!
00:29:36: Wir sind doch schon so moderne.
00:29:38: Nee, sind wir überhaupt gar nicht.
00:29:39: Wir sind näher an der Steinzeit als an der Moderne glaube ich.
00:29:43: Ja, da sagst du wohl was?
00:29:44: Also da gebe ich dir absolut Rechte.
00:29:46: Ich habe immer so, ich sage mal meine Kernbotschaften, die ich ganz gerne mit mir rumtrage und in die Welt prosaune die ich irgendwie auch so konsequent durchziehe, ist unter anderem also das was du auch alles Kraft gesagt hast dieses Thema Karriere und Familie sind kein Entweder oder.
00:30:06: Das gehört zu mir!
00:30:07: Das ist mein Leben sei es als Vater oder Mutter.
00:30:10: wir müssen darüber sprechen.
00:30:11: beides geht aber nicht ohne Ehrlichkeit ne?
00:30:16: Dann was ich auch immer wieder und da sind wir wieder wenn ich schon ein kleines Wort mit so viel Wirkung mut Mut schlägt Perfektion.
00:30:25: Also Perfektion hält uns zurück und Entscheidungen bringen uns weiter, also unser Kind war ein absolutes Wunschkind.
00:30:36: Dass es so schnell ging, hätten wir nicht gedacht.
00:30:39: Das ist dann auch noch genau zu der Zeit war wo meine Karriere gerade eine richtige Fahrt aufgenommen hat.
00:30:45: Hätten mir auch nicht mit gerechnet und wäre ich nicht ehrlich gewesen?
00:30:50: Wäre ich nicht mutig gewesen Ja gut, dann hätte ich auch sagen können, da bleibe ich zu Hause.
00:30:56: Passt jetzt gerade irgendwie nicht.
00:30:57: aber wann ist der perfekte Zeitpunkt?
00:30:59: Das ist immer irgendwas und von daher kommt dieses Mut-Schlägtperfektion Und die Arbeitswelt passt halt nicht mehr zu unserem Leben, sage ich auch immer wieder gerne Nicht wir müssen uns anpassen sondern diese Strukturen müssen sich verändern auch das worüber wir schon gesprochen haben von der Vorstands-Ebene, auch HR Business Partner, CHRO's.
00:31:23: All die Leute haben die Verantwortung diese Strukturen mitzuverändern, offener zu werden.
00:31:28: und ein Punkt den wir eben auch schon mal hatten war dieses Thema Schuldgefühle dass Schuldgefüle kein Maßstab sind sondern sie begleiten halt so viele Menschen und sie definieren uns aber nicht.
00:31:42: und ich glaube das ist auch etwas was ganz wichtig ist.
00:31:45: das Thema Mental Load.
00:31:46: Das würde jetzt wahrscheinlich den Rahmen sprengen, aber auch darüber muss man natürlich sprechen.
00:31:53: Wie geht es mir?
00:31:54: Sehlich damit mental habe ich die Kapazität dafür, mental das zu verantworten.
00:32:01: und dass der letzte Punkt, den ich immer noch mitgebe ist Unternehmen tragen genauso die Verantwortung.
00:32:08: also Arbeitsmodelle müssen sich an die Realität anpassen ansonsten funktioniert das alles halt nicht.
00:32:15: Und das sind so diese fünf Botschaften, die ich ja suche.
00:32:18: Immer wieder mit raus nach die Welt zu posaren und zu tragen und zu sagen hey lasst uns da ein Füreinander entwickeln, ein echtes Gefühl füreinander entwickeln.
00:32:29: Ich meine du hast auch eben erzählt wie es bei euch ist.
00:32:32: also das ist einfach man muss mir auch als Partner in der Partnerschaft so viel miteinander reden dass es funktioniert und dann kommt an seine Grenzen.
00:32:42: Weil mein Mann und ihr seht
00:32:44: auch hinaus gehört zur Wahrheit und zur Realität gehört es auch.
00:32:48: Gerade bei zwei Kids ist das nochmal eine andere Sprühwiese als mit einem Kind, ne?
00:32:53: Das hört man ja auch immer ganz gerne.
00:32:56: Und da kommt man wirklich nicht nur an seine Grenzen sondern man isst da glaube ich auch über einen gewissen Zeitraum auch durchaus mal in dem roten Bereich unterwegs.
00:33:04: aber auch dass Und das hat uns auch mal irgendjemand gesagt, ist auch nur eine Phase.
00:33:08: Aber genau diese Phase muss man halt irgendwie durchlaufen und da muss man ja auch irgendwie durch.
00:33:13: Man kann sich ja nicht den ganzen Tag von Phase zu Phase hangeln oder wenn man dann auch noch um die Brücke wieder zur Unternehmenswelt zu schlagen.
00:33:20: Wenn man sich dann auch gegen irgendwelche verknöcherten Strukturen Prozesse vielleicht verknöcherte Gedankenmodelle durchsetzen muss.
00:33:29: Ja, dann fehlt dir irgendwann einfach auch die Kraft.
00:33:32: und wenn du diese Kraft nicht hast oder dieser Energie, dann kannst du auch nicht den Mut aufweisen und dann sagen so wir machen das jetzt mal ein bisschen anders und deswegen unterschreibe ich deine fünf Kernbotschaften eins zu eins und genau deswegen braucht es aus solchen Formate um dass auch an Einfach in die Sichtbarkeit zu bekommen, dass das auch kann ja auch gut werden wenn man sich sowas überlegt.
00:33:54: Also muss er nicht immer sofort irgendwie scheiße und schlecht sein oder so.
00:33:59: Man könnte auch mal davon ausgehen, dass sich Menschen erwachsene Menschen was bei diesem Modell gedacht haben.
00:34:05: aber unsere Arbeitsstrukturen und das sehe ich genauso wie du die kommen da einfach nicht hinterher, weil da nicht der Mut entstanden ist diese Systeme kritisch zu hinterfragen und dann auch zu verändern.
00:34:19: Ah nee das kommt!
00:34:20: Jungs und Mädels macht das mal wenn ich in Rente bin.
00:34:22: Ich will damit eigentlich gar nichts mehr zu tun haben, weil die nächsten zehn Jahre will ich eine nur noch more of the same machen und Ende der Durchsage aber da mal Energie reinzustecken dass es ja auch für zukünftige Generationen sogar Super spannend werden könnte etwas aufzubauen in einem Unternehmen.
00:34:41: Nee, das wird dann halt leider sehr durch sehr kurzfristige Denke wird es dann im Keim erstickt und das ist sehr schade.
00:34:48: Ja absolut da sagst du was also dieses langfristig gedenken das umdenken dass das nicht von heute auf morgen passieren kann ja fernhaft alles klar.
00:34:59: aber lass uns doch erstmal anfangen lasst uns noch mal kleine Brötchen backen würde mein Vater wahrscheinlich jetzt sagen Und erstmal in die Gespräche gehen, Testphasen fahren.
00:35:12: Du hast mich eben nach Distance Case gefragt.
00:35:14: Das ist auch einfach mal testen.
00:35:15: Ein paar Mal hier wieder Mut zu zeigen und sagen okay lass es uns testen ein halbes Jahr wenn's funktioniert super!
00:35:22: Wenns nicht funktioniert dann muss man eine andere Regelung finden.
00:35:26: da muss man so ehrlich miteinander sein.
00:35:29: aber wenn noch nicht mehr da die Offenheit entsteht Ja, dann haben wir da eine Einbahnstraße und werden wir nicht weiterkommen.
00:35:37: Deswegen es braucht Mut und es braucht wirklich offene ehrliche Gespräche.
00:35:42: Also ist es wirklich eigentlich Stefan so simpel, ne?
00:35:46: Es ist wirklich so simple!
00:35:47: Wir brauchen gar nicht das Radweier finden.
00:35:50: Nee, das ist für mich auch zum Ende der heutigen Episode.
00:35:54: Das sind für mich immer Fluch-und Segen zugleich, also auf der einen Seite wissen eigentlich wissen wir das alles.
00:36:03: Also wenn wir offen und ehrlich miteinander umgehen würden, dann denke ich mir ja dann lasst es doch jetzt einfach mal machen.
00:36:10: also wir haben doch super viele Erkenntnisse.
00:36:13: Wir sehen ganz viele Väter und Mütter die es anders machen wollen.
00:36:16: Warum machen wir's denn nicht?
00:36:18: Da komme ich zu meiner Übergeordneten These zu diesem Podcast.
00:36:23: Wir haben kein Wissens- oder Erkenntnisproblem, wir haben ein Umsetzungsproblem verdammte Scheiße.
00:36:28: und dann denke ich mir... Es ist aber doch so wirklich so ein... Eigentlich ist es super easy, aber es ist alles da oben in unserem Kopf.
00:36:36: Das hat schon Andreas Burani so besungen.
00:36:39: Ist alles nur im Kopf!
00:36:40: Wir müssen das eigentlich mal auf die Straße bringen und deswegen bin Total fasziniert, dass du den Mut gefasst hast.
00:36:47: Weil ich glaube so können wir die Episode heute auch umschreiben Dass du den mutgefasst hast das deine persönliche Geschichte da gehört auch wirklich eine ganze Menge Mut dazu Das auch in einem Buch runter zu tackern und mit der mit der klaren Botschaft Leute, das ist jetzt nicht dass ihr Copy-Paste spielt weil ihr seid weder Melissa noch mein Partner noch mein Kind sondern es auch kein Ratgeber.
00:37:09: Sondern hey so kanns auch laufen schaut euch das doch mal an.
00:37:13: vielleicht ist ja eine Inspiration mit dabei und das finde ich total cool.
00:37:17: Absolut ganz liebendank hast du ganz toll zusammengefasst und genauso sollt's auch sein.
00:37:22: Es heißt nämlich auch Namco Business erschaffe dein Universum Nicht meins zu kopieren.
00:37:30: Und wir müssen halt aufhören, zu fragen ob Karriere mit Familie funktioniert und einfach anfangen Arbeitswurz zu gestalten dass es so sein kann.
00:37:40: Ja
00:37:41: ich mache an der Front auf jeden Fall weiter du auch!
00:37:44: Wir bleiben im Austausch und ich danke dir sehr für die heutige Aufnahme Melissa.
00:37:49: Ganz lieben Dank dir Stefan für die Einladung.
00:37:51: Gerne.
00:37:52: Ciao ciao da draußen.
Neuer Kommentar